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Lebensmittel-Lieferdienst: Amazon bringt Amazon Fresh nach München

Veröffentlicht: 07.11.2017 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 07.11.2017 | Gelesen: 1857 mal

Während Amazon mit seinem Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh vielerorts keine großen Erfolge feiern konnte, scheint der Service in Deutschland weitaus erfolgreicher zu sein. Denn hierzulande wird er schon bald ausgeweitet.

Tüte mit frischen Lebensmitteln
© KucherAV – shutterstock.com

Amazon Fresh, der Lebensmittel-Lieferdienst des Online-Riesen Amazon, scheint in Deutschland einen vielversprechenden Start hingelegt zu haben. Während der Dienst in zahlreichen Gebieten der USA nämlich bereits wieder eingestellt wird, dürfen hierzulande bald noch mehr Kunden von Amazon Fresh profitieren.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, bezieht Amazon Fresh künftig auch in München Stellung. Der US-Konzern sehe „in Deutschland großes Potenzial für dieses Geschäftsfeld“, so die SZ.

Fresh: Über München wurde lange spekuliert

Bereits Anfang des Jahres – noch vor dem eigentlichen Deutschlandstart von Amazon Fresh hatte es bereits Spekulationen gegeben, dass der Lebensmitteldienst nach München ziehen soll – wie wir damals auf dem Amazon Watchblog berichteten, hat sich der Konzern nämlich im Münchener Osten, genauer gesagt in München-Daglfing, nahe der Autobahn A94, eine große Lagerhalle gesichert, die mit 15.000 Quadratmetern Logistikfläche auftrumpfen kann.

Laut Süßddeutsche ist der Logistikstandort zweigeschossig, wobei im Erdgeschoss das Paketverteilzentrum verortet ist und sich auf der oberen Etage ein „Kühl- und Trockenlager mit unterschiedlichen Temperaturen für einzelne Produktgruppen“ befindet. Die Lieferung im Raum München soll wohl zunächst mit dem Logistikpartner DHL vonstattengehen.

Amazon Fresh als Zusatzdienst zu Prime

Um sich als Kunde Lebensmittel von Amazon Fresh liefern lassen zu können, müssen Kunden zunächst eine Prime-Mitgliedschaft aufweisen. Denn wie so oft, will Amazon diesen Dienst als exklusives Schmankerl für seine Stammkunden darbieten. Neben der jährlichen Prime-Mitgliedschaftsgebühr (von aktuell 69,00 Euro) werden dann noch 9,99 Euro im Monat fällig, um in den ausgewählten Postleitzahlengebieten Amazon Fresh nutzen zu können.

Aktuell wirbt Amazon im Rahmen von Amazon Fresh mit einem Sortiment an über 300.000 Produkten. Ab 40 Euro können sich die Kunden die Bestellung dann kostenlos nach Hause liefern lassen und dabei laut Amazon auch von „flexiblen Lieferoptionen“ profitieren.

Deutschland-Start von Amazon Fresh mit Skepsis aus der Branche

Amazon Fresh war im Mai 2017 in Deutschland gestartet und stand seither Kunden in Berlin und Potsdam zur Verfügung. Im Juli 2017 zog das Unternehmen dann nach und expandierte mit dem Lebensmittel-Lieferdienst auch nach Hamburg.

Aus der Lebensmittelbranche wurden die Ambitionen von Amazon seit Beginn häufig skeptisch bis argwöhnisch betrachtet. Kritiker befürchteten, dass Amazon auch in der Food-Sparte für „zahlreiche Insolvenzen“ führen und grundsätzlich einen negativen Einfluss auf die Branche haben könnte. Bei einigen geht die Angst so weit, dass sie gar vom Tod der Lebensmittel-Branche sprechen.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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