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E-Commerce-Report 2017: China ist der Benchmark, Mobile startet durch

Veröffentlicht: 15.11.2017 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 15.11.2017

Dass der Online-Handel weltweit wächst, dürfte niemanden überraschen, dass aber ausgerechnet in Europa noch enorme Zuwachsraten möglich sind, schon eher. Der neue E-Commerce-Report von Ecommerce Europe fasst die aktuelle Branchen-Entwicklung weltweit zusammen.

E-Commerce

© Rawpixel.com / Shutterstock.com

Wie ist der Stand im weltweiten E-Commerce? Wo geht es bergauf, wo bergab? Welche Trends bestimmen die Online-Shopper in China, Deutschland und den USA? Die Ecommerce Foundation gibt mit den aktuellen E-Commerce-Reports für 2017 Aufschluss. Ein Zahlenüberblick:

China ist das Maß der Dinge

In Asien ist der Online-Handel im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent gewachsen, gefolgt von Europa mit etwas mehr als 19 Prozent. Das starke Wachstum in Europa mag angesichts bereits weitgehend gesättigter Märkte wie Frankreich, Großbritannien und natürlich Deutschland erst einmal überraschen, allerdings wird es vor allem durch die Türkei (31 Prozent Wachstum), Italien (26 Prozent Wachstum), Spanien (25 Prozent) und überraschenderweise Russland mit ebenfalls 25 Prozent getrieben. Im vergangenen Jahr war die Entwicklung in Russland noch massiv eingebrochen.

E-Commerce-Wachstum nach Ländern

© Ecommerce Foundation

Der gesamte E-Commerce-Umsatz weltweit wird Ende 2017, so die Prognosen, auf unglaubliche 1,84 Billionen Dollar gewachsen sein. Den größten Anteil daran hat die Asien-Pazifik-Region mit gut 47 Prozent oder in Zahlen: 875 Milliarden Dollar. Und dafür ist, kaum überraschend, vor allem China verantwortlich: Das Reich der Mitte kommt als mit Abstand größter E-Commerce-Markt der Welt auf einen Umsatz von 681,9 Milliarden Dollar. Angesichts der Fabel-Zahlen, die allein Alibaba nach dem diesjährigen Singles Day präsentierte, sind diese Dimensionen nur allzu nachvollziehbar.

Umsatzwachstum E-Commerce

© Ecommerce Foundation

Deutschland wächst mit etwa 18 Prozent kräftig und kommt auf einen Gesamtumsatz von 87 Milliarden Dollar. Der Anteil des Online-Handels am BIP liegt in Deutschland bei 2,5 Prozent, gesamteuropäisch bei 4,91 Prozent. Großbritannien kann mit einem Anteil von 7,9 Prozent an dieser Stelle sogar China (5,8 Prozent) in die Schranken weisen. Eher verhalten ist das Wachstum in Nordamerika mit etwa 9 Prozent, allerdings ist der Anteil der Internet-Nutzer, die auch online shoppen mit 70 Prozent in Nordamerika am größten – sinkende Wachstumsraten sind nur logisch.

Mobile wird weltweit wichtiger

Das Shopping über Mobil-Geräte, der M-Commerce, gewinnt weltweit an Relevanz. Während in Europa und Nordamerika nur 28 bzw. 26 Prozent der Nutzer angeben, Mobilgeräte wären das wichtigste Shopping-Tool, sind es in Südamerika und Asien 55 bzw. 54 Prozent. Stationäre PCs und Laptops waren in diesen Regionen nie so sehr verbreitet wie in unseren Gefilden. Aber auch in den westlichen Ländern wächst die Relevanz von Mobile Shopping zusehends.

Bezahlt wird nach wie vor am liebsten mit der Kreditkarte, und zwar in allen Regionen der Erde, dahinter folgt PayPal, außer in Europa: Bei uns hat die gute alte EC-Karte mit 45 Prozent noch einen kleinen Vorsprung vor PayPal (39 Prozent).

Bezahlmethoden weltweit

© Ecommerce Foundation

Alle Zahlen und Fakten können im Global Ecommerce Report 2017 von der Ecommerce Foundation nachgelesen werden. An dieser Stelle finden Sie auch die Einzel-Reports für bestimmte Nationen und Märkte.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#1 Bernd 2018-07-09 12:51
Es müsste 2 Milliarden US Dollar heißen, da hat wohl jemand falsch übersetzt :)
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