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Shopware-Studie: Zwei Drittel der Online-Händler machten mehr Umsatz als 2016

Veröffentlicht: 12.12.2017 | Autor: Julia Ptock | Letzte Aktualisierung: 12.12.2017 | Gelesen: 2989 mal

Shopware hat eine Umfrage unter knapp 1.000 Online-Händlern durchgeführt und einige spannende Ergebnisse ans Tageslicht gebracht. Gerade in puncto Marktplatz-Handel gaben beispielsweise knapp zwei Drittel der Händler an, gar nicht dort zu handeln.

E-Commerce Schriftzug auf Laptop
© Rawpixel.com – shutterstock.com

Wie geht es eigentlich dem deutschen Online-Handel? Die Frage stellte zuletzt auch das Statistische Bundesamt. Nun hat sich der Shopsoftware-Hersteller Shopware mit der Frage auseinandergesetzt und 976 Online-Händler zu den Themen Umsatz, Marktplätze, Relevanz von Kryptowährung und den Herausforderungen für 2018 befragt.

Deutscher Online-Handel wächst stabil

Beim erwirtschafteten Umsatz zeigt sich, wie stabil der deutsche Online-Handel aufgestellt ist. Auch wenn er laut Umfrage etwas langsamer wächst als in den Vorjahren, ist er aber immer noch auf sehr hohem Niveau. 2016 gaben 75 Prozent der Händler laut Shopware an, mit mehr Umsatz in 2017 zu rechnen, 65,5 Prozent erreichten diese Erwartungen tatsächlich. Zudem freuten sich knapp 12 Prozent der Händler über mehr als 30 Prozent Umsatzwachstum. Nur jeder zehnte Befragte berichtet von sinkendem Umsatz.

Die dabei wichtigsten Branchen sind Nahrungs-, Genussmittel & Getränke (13,33 Prozent) sowie Bekleidung & Accessoires (12,99 Prozent). Laut Studie verkauft jeder zweite Händler (51,28 Prozent) sowohl an B2B- als auch an B2C-Kunden, wobei 52 Prozent auch Waren aus der eigenen Herstellung vertreiben. Bei gut einem Viertel der Befragten liegt der durchschnittliche Bestellwert zwischen 51 und 100 Euro.

Shopware Umfrage 2017 - Umsatz, Branchenverteilung, Ladengeschäft
© shopware AG

Marktplätze: Freund oder Feind?

Amazon und Ebay als Deutschlands größte Online-Marktplätze spielen bei vielen Händlern eine wichtige Rolle. Umso spannender, dass rund 60 Prozent der Händler angaben, weder auf Amazon, Ebay noch auf sonstigen Marktplätzen Umsatz zu machen. Tatsächlich machen nur rund 20 Prozent der Händler ein bis 20 Prozent ihres Umsatzes auf Amazon. Bei Ebay sind es 23,5 Prozent. Gerade einmal rund zwei Prozent der Händler gaben an, zwischen 80 und 100 Prozent ihres Umsatzes über Marktplätze zu generieren.

Doch auch wenn viele nicht auf Amazon und Co. angewiesen sind, müssen sich Händler dennoch mit der Thematik beschäftigen. Circa 40 Prozent aller Befragten sehen die Verdrängung durch Marktplätze als eine der größten Herausforderungen im Online-Handel. Nur im Konkurrenzdruck durch andere Shops (47,82 Prozent) und in rechtlichen Problematiken (56,66 Prozent) sehen die Händler noch größere Herausforderungen.

Shopware Umfrage - Umsatz über Marktplätze
© shopware AG

Zu guter Letzt befragte Shopware die Händler auch zu aktuellen Trend-Themen. Dabei zeigt sich ganz klar, dass der aktuelle Hype um Kryptowährungen wie Bitcoin noch kein großes Thema für die meisten Online-Händler ist: Nur knapp 2,5 Prozent der Befragten bieten in ihrem Shop die Zahlung mit Kryptowährung an und gerade einmal 1,45 Prozent der Teilnehmer sehen in Bitcoin und Co. ein besonders wichtiges E-Commerce-Thema für 2018. Das Thema M-Commerce bleibt hingegen auch in 2018 wichtig (16,39 Prozent). Auf Platz Zwei mit 4,34 Prozent landete mit SEO ebenfalls einer der Dauerbrenner unter den E-Commerce Themen.

Shopware Studie - Trends 2018
© shopware AG

 

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