Weltgrößte Händler 2017: Gruppe um Lidl und Kaufland schlägt Amazon

Veröffentlicht: 17.01.2018 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 17.01.2018

Amazon gilt gemeinhin als einer der weltgrößten Händler. Das stimmt auch so weit. Doch wie eine neue Studie des Wirtschaftsunternehmens Deloitte zeigt, gibt es Konkurrenten, die noch größer sind.

Ranking: Mann im Anzug baut Turm aus Klötzchen
© Gajus – shutterstock.com

Der Wirtschaftsprüfer und -berater Deloitte hat sich mit den ganz Großen der Branche beschäftigt und mit „Global Powers of Retailing 2018“ eine Liste aufgestellt, die die weltgrößten Händler 2017 zusammenfasst. Wenig überraschend ist wohl, dass sich Amazon unter den Top-10 befindet: Genauer gesagt hat es der Online-Riese auf Platz sechs geschafft. Das ist trotz der schier überragenden Größe und des raschen Wachstums dennoch eine beachtliche Leistung, denn die Konkurrenz ist stark und in den vergangenen Jahren hat sich der Konzern Stück für Stück nach vorn kämpfen müssen.

„Der Online-Händler setzt im Retail-Segment neue Maßstäbe und kann sich erstmals auf Platz sechs der weltweit größten Handelsunternehmen platzieren“, schreibt Deloitte auf seiner Website. „Zur Jahrtausendwende belegte der Anbieter noch Rang 186 des Global Powers of Retailing-Reports.“ Diese Entwicklung spiegele sowohl die „steigende Bedeutung des digitalen Handels“ als auch die „großen Veränderungen in der Branche insgesamt wider“.

Das sind die Top-10 der weltgrößten Händler

Das Branchenportal t3n hat die Top-10-Liste der weltgrößten Händler 2017 zusammengefasst: Ein Blick auf das Ranking macht deutlich, dass Amazon durchaus noch Luft nach oben hat: Angeführt wird die Liste vom US-amerikanischen Traditionsunternehmen Walmart. Bestes deutsches Unternehmen – und noch vor Amazon – ist die Schwarz Gruppe, zu der die Supermarktkette Kaufland und der Discounter Lidl gehören.

Deloitte-Ranking: weltgrößte Händler 2017
Deloitte-Ranking: weltgrößte Händler 2017, Quelle t3n

Alles in allem stelle der Report eine Liste von 250 Unternehmen auf, die im Schnitt mindestens einen jährlichen Umsatz von 3,6 Milliarden US-Dollar vorweisen können. T3n gibt mit Blick auf das Ranking allerdings eines zu bedenken: „Deloittes Rangliste basiert auf den Jahresumsätzen der Handelsunternehmen aus dem Jahr 2016, nicht auf Hochrechnungen aus dem Jahr 2017. Das Ranking ist damit relativ zuverlässig, basiert aber nicht auf den aktuellsten Entwicklungen“.

Im Ranking der deutschen Handelsunternehmen belegen die Schwarz Gruppe (4), die Aldi Gruppe (8) und Metro (16) die ersten drei Ränge. Darauf folgen Edeka (19) und Rewe (22), Otto (89), Dm (103) sowie Rossmann (106), Zalando (227) und Intersport (250). (Die in Klammern angegebenen Zahlen zeigen die Platzierungen im weltweiten Deloitte-Ranking an).

Über die Autorin

Tina Plewinski
Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#1 Claudia Hengstler 2018-01-22 11:47
"Ein Blick auf das Ranking macht deutlich, dass Amazon durchaus noch Luft nach oben hat:"

Im Gegensatz zu anderen Marktteilnehmer n. Gerade bei Lidl/Kaufland/S chwarzgruppe zeigt sich, siehe das Ende des Lieferservices, dass der digitale Sprung nicht geschafft wird. Ob's, laut Gerüchten, am Firmenchef liegt oder doch an zu vielen konkurrierenden internen Strukturen - oder einfach nur schlecht umgesetzten Projekten...
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