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Amazon: Gebührenanpassung im FBA-Programm

Veröffentlicht: 28.02.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 28.02.2018

Amazon gab heute Gebührenänderungen für sein FBA-Programm in ganz Europa bekannt. Händler müssen sich auf höhere Versand- aber auch Lagerbeiträge einstellen. Zusätzlich fallen einige ehemals kostenfreie Angebote künftig weg.

Amazon-Paket
© dennizn / shutterstock.com

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Nach Ebays Frühjahrsupdate 2018 folgt nun heute auch die Gebührenanpassung für den Versand durch Amazon. In insgesamt drei Etappen werden die Beiträge für das FBA-Programm in Europa (Vereinigtes Königreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) angepasst. Wie der Marktplatz argumentiert, sind die Anpassungen nötig, „um den veränderten Kosten für Versand, Lagerung, Transport und Kundenservice Rechnung zu tragen.“

Lokaler Versand, EFN und Lagergebühren – Änderungen zum 26. April 2018

Amazon passt die lokalen Versandgebühren für Produkte an, „die über Amazon Marketplace verkauft werden und aus einem Logistikzentrum desselben Amazon Marketplace verschickt werden.“ So ändert sich beispielsweise der Preis für einen kleinen Umschlag um einen Cent auf 1,64 Euro. Ein Standardpaket von 2.000 Gramm erfährt da schon mehr Erhöhung – von 3,21 auf 3,66 Euro – und ein 12-Kilogramm-Paket kostet künftig rund 5 Euro. Zusätzlich werden die Kosten für den Cross-Border-Versand sowie die monatlichen Lagergebühren in den europäischen Lagerzentren erhöht. Für eine Lagerung werden in Deutschland künftig 26 Euro pro Kubikmeter von Januar bis September und 36 Euro pro Kubikmeter von Oktober bis Dezember verlangt. Außerdem wird ab dem 26. April der Versand zum Nulltarif abgeschafft. Dieser galt bisher für Artikel ab einem Verkaufswert von 350 Euro.

Ausschnit Versand durch Amazon Gebühren
Ausschnitt aus dem neuen Gebührenkatalog für die Kategorie Standardgröße © Screenshot Amazon

Ausweitung der Gebühr für Warenrücksendungen – Änderungen zum 5. September 2018

Händler, die Artikel der Kategorien „Schmuck“, „Uhren“ oder „Koffer, Rucksäcke & Taschen“ verschicken, müssen sich ab September auf eine Bearbeitungsgebühr für eventuelle Warenrücksendungen einstellen. Diese gilt für jede zurückgegebene Einheit und entspricht der jeweiligen Versandgebühr. An den bereits bestehenden Gebühren für die Kategorien „Bekleidung“ sowie „Schuhe & Handtaschen“ ändert sich nichts.

Beiträge für manuelle Bearbeitung – Änderungen zum 9. Oktober 2018

Um eine schnelle und reibungslose Bearbeitung aller an die Amazon-Versandlager geschickten Artikel zu gewährleisten, müssen Händler genaue Auskünfte und Informationen zu den verschickten Produkten machen. Können oder möchten Nutzer keine Angaben über einen jeweiligen Kartoninhalt machen, fällt ab dem 9. Oktober eine Gebühr von 0,07 Euro je Artikel an.

Händler reagieren größtenteils mit Verständnis

Änderungen, besonders beim Preismodell, werden von den betreffenden Online-Händlern meist mit großer Skepsis entgegengenommen. Mit Blick auf die Facebook-Gruppe Amazon SEO zeigt sich allerdings, dass viele Händler größtenteils mit Verständnis den Erhöhungen gegenüberstehen. So werden diese unter anderem wie folgt kommentiert: „Erhöhung voll okay und nachvollziehbar“ sowie „Ist ja in der Regel nur zwischen 1 und 2 %. Wer meckert, kann es ja auch selber machen“. Bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Gebühren dann tatsächlich auf die alltägliche Arbeit der Verkäufer auswirken.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Corinna Flemming

Kommentare  

#3 Hans 2018-03-03 09:19
Zum Glück habe ich dieses System schon lange verlassen. Bei Paketen von unserer Firma wird Werbematerial vom Mitbewerb beigelegt.
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#2 SSR 2018-03-01 14:19
Hallo,

betr: Erhöhung der FBA Gebühr p.o.
Betrifft nur Händler, die nicht am PAN Versand teilnehmen?!
Hier fällt die FBA Gebühr ja weg..

beste Grüße
Sebastian
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#1 Klaus Lorenz 2018-03-01 10:39
Guten Tag, das habe ich gerade an Amazon bezügl. Preiserhöhungen geschrieben.... .Wir sind ein Lebensmittelhändler.
Mfg
Klaus Lorenz, Saucen und Gewürzhandel

Beschreiben Sie das Problem.
Guten Tag, mein Anliegen wie folgt:

Wir würden gerne das Land UK komplett aus Amazon herausnehmen wollen, also auch kein FBA, Lagerware etc. in England.
Auf Grund der niedrigen Margen im Lebensmittelber eich und kommenden Preiserhöhungen und Umsatzsteuerreg istrierung macht das leider kein Sinn mehr.
Was müssten wir in diesem Fall im System einstellen?

Wir könnten im Produktbereich unseren sehr erfolgreichen Liquid Smoke Painmaker auch direkt an Amazon UK verkaufen falls so etwas überhaupt möglich ist?

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Lorenz
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