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Gefälschte Potenzpillen: Zoll stoppt illegalen Online-Handel

Veröffentlicht: 21.06.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 21.06.2018 | Gelesen: 1856 mal

Ein Betrüger, der zwei Online-Apotheken betrieben hat, soll zwei Jahre lang gefälschte Potenzpillen verkauft haben. Das Zollfahndungsamt Stuttgart konnte die Machenschaften nun beenden.

Pillen
© Pavel Kubarkov / Shutterstock.com

Ein 28-jähriger Mann aus Osteuropa hat über etwa zwei Jahre zwei Online-Apotheken betrieben, über die er gefälschte Potenzmittel verkauft hat. Er soll dies mit geliehenen Identitäten und ohne jeglichen Sachverstand getan haben. Die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Zollfahndungsamt Stuttgart haben den Betrüger nun überführt. Der Mann soll in seinen Shops Potenzmittel namhafter Hersteller vertrieben haben, bei denen es sich jedoch ausnahmslos um Fälschungen gehandelt habe und die darüber hinaus in Deutschland nicht zugelassen waren.

20.000 Pillen für 200.000 Euro

In den zwei Jahren, in denen er die falschen Online-Apotheken betrieb, soll der Mann etwa 20.000 Potenzpillen im Wert von mehr als 200.000 Euro verkauft haben. Eineinhalbtausend Mal seien Kunden aus Deutschland dem Betrug zum Opfer gefallen. Bei insgesamt fünf Durchsuchungen im Großraum Karlsruhe wurden Ende Mai 4.000 Tabletten sichergestellt und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt.

Der in Moldawien lebende Mann soll von zwei Helfern und seinen Eltern im Großraum Karlsruhe unterstützt worden sein. Die Wohnung der Eltern diente als Zwischenlager für die Potenzpillen: „Von hier aus wurden sie nach Karlsruhe und Walldorf gebracht, wo sie verpackt und per Post an die einzelnen Kunden verschickt wurden“, so das Zollfahndungsamt Stuttgart. Die Bezahlung wurde stets per Nachnahme an der Haustür abgewickelt. Dem Tagblatt zufolge befindet sich der Beschuldigte noch auf freiem Fuß, da er sich noch im Ausland befinden soll.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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