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Fake-News, Hate-Speech, Clickbait: Nutzer wenden sich von Social Media ab

Veröffentlicht: 11.07.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 11.07.2018 | Gelesen: 2752 mal

Weltweit verlieren die Online-Nutzer das Vertrauen in soziale Medien. Vor allem die Angst vor Betrug und Identitätsdiebstahl treibt die Nutzer weg von Facebook, Twitter und Co.

Social-Media-Icons
© Twin Design / Shutterstock.com

Facebook, Twitter oder Instagram galten lange als erste Anlaufstelle im Internet, ein Social-Media-Account gehört heute zum guten Ton. Doch offenbar sind die Glaubwürdigkeits-Probleme der großen Plattformen größer als gedacht. Ein Sonderreport des Edelman Trust Barometer zeigt nun: Das Vertrauen in soziale Medien sinkt – und zwar so sehr, dass viele Nutzer tatsächlich ihre Accounts löschen. Edelman befragte für die Studie im Januar 2018 jeweils 1.000 Personen in mehreren Ländern, darunter auch in Deutschland. Weltweit vertrauen nur 41 Prozent der Befragten sozialen Medien, in Deutschland sind es sogar nur noch 27 Prozent. Zum Vergleich: Traditionellen Medien vertrauen 68 Prozent der befragten deutschen Nutzer.

Edelman Trust Barometer
© Edelman

Datendiebstahl und Hate-Speech

Aber warum geht das Vertrauen zurück? Die Gründe sind vielschichtig und einen klaren „Sieger“ gibt es dabei nicht. Die deutschen Nutzer nennen zu 68 Prozent Identitätsdiebstahl und Betrug, gefolgt von Cyber-Mobbing (67 Prozent), Clickbait (66 Prozent) und Fake News (65 Prozent). Interessanterweise sind auch Bots (59 Prozent) mittlerweile ein ernst zu nehmendes Problem auf Social-Media-Plattformen.

Der Vertrauensverlust hat für Facebook und Co. offenbar durchaus merkliche Konsequenzen. Weltweit geben 40 Prozent der Befragten an, einen Social-Media-Account schon einmal gelöscht zu haben, weil sie die Sorge hatten, die jeweilige Plattform würde mit den eigenen persönlichen Informationen nicht vertrauensvoll umgehen. Die Deutschen zeigen sich an dieser Stelle aber löschfaul: In Deutschland liegt der Wert nur bei 26 Prozent und damit weit unter denen der Vergleichsstaaten.

Glaubwürdigkeit ist Unternehmenssache

Unternehmen, die Social-Media-Plattformen für ihre Marketing-Maßnahmen nutzen wollen, sollten also darauf achten, was die Nutzer von ihnen erwarten. Auf Facebook und Co. erwarten die Nutzer von Unternehmen Kundenservice, die Kommunikation von Werten und die Vorstellung neuer Produkte, so t3n. Ob Informationen dann aber auch als glaubwürdig anerkannt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. 56 Prozent der Befragten geben an, dass für die Glaubwürdigkeit die Referenzen oder die Expertise des Autoren am wichtigsten sind. Dahinter folgen mit je 52 Prozent gut gestalteter und formal anmutender Content sowie die Qualität von Texten und Bildern. Für 51 Prozent ist wichtig, dass klar erkennbar ist, wer hinter gesponserten Inhalten steckt. Sogar das Logo des Unternehmens spielt für 41 Prozent eine entscheidende Rolle.

Die vollständigen Ergebnisse des Trust Barometer Special Reports können an dieser Stelle eingesehen werden.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#1 Mario 2018-07-11 14:17
Unsinn, jeder Trockennasenaff e nutzt ein Smartphone und meist gibt es seine kontakte frei. 16 jährige stören sich kaum wenn Werbung ihren Rechner zumüllt bis zum Anschla, wenn neben Word eine Leiste auftaucht in der nackte prostituierte einen Webchat anwerben. Wieso? Weil sie werbegeschädigt sind und keine ahnung haben was man mit ihren daten machen kann.
Selbst Soldaten posten ihre Laufrouten im Netz wenn sie im Irak ein wenig joggen? Gehts noch hirnverbrannter . Der Trockennasenaff e ist einfach das was er ist und nicht mehr
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