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Ebay Kleinanzeigen: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Veröffentlicht: 13.07.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 13.07.2018 | Gelesen: 21972 mal

Derzeit versuchen Betrüger, Kunden auf dem Kleinanzeigenportal Ebay Kleinanzeigen mit einer neuen Masche um ihr Geld zu bringen.

Frau nutzt Ebay
© Daniel Krason / Shutterstock.com

Offenbar gibt es eine neue Betrugsmasche, mit der Kriminelle auf Ebay Kleinanzeigen Kunden um ihr Geld bringen wollen. Wie Techbook berichtet, geht es dabei vor allem um Angebote mit größeren Geräten oder Möbeln. So habe eine Frau aus Heusweiler über Ebay Kleinanzeigen ein paar Möbel verkaufen wollen und erhielt auch eine Nachricht von einem vermeintlichen Interessenten, der nach der Preisverhandlung ihre Kontodaten erfragte, um das Geld zu überweisen. 

Wenig später habe die Verkäuferin allerdings eine E-Mail mit einem Buchungsauftrag der „Bank of America“ erhalten. In dieser wurde die Überweisung des Kaufpreises vom Käufer zwar autorisiert, dazu wurde aber auch mitgeteilt, dass noch weitere 300 Euro Transport- und Transaktionskosten entstehen würden. 

Polizei rät zur Vorsicht

Die Verkäuferin solle diesen Betrag per Western Union an eine Spedition überweisen. Nachdem sie sich bei dem Käufer gemeldet und erklärt hatte, dass sie den Betrag erst überweisen werde, wenn der Kaufpreis auf ihrem Konto angekommen sei, habe der Käufer sie unter Druck gesetzt und mit Anzeigen und Klagen gedroht.

Die Polizeiinspektion Köllertal spricht von versuchtem Betrug, da der Frau kein Schaden entstanden ist. Die Polizei rät Nutzer von Ebay Kleinanzeigen, die ähnliche Nachrichten erhalten, auf keinen Fall die Transportkosten zu zahlen, wenn ein Transport nicht im Vorfeld vereinbart wurde. Vor allem, wenn der Kaufpreis noch gar nicht auf dem Konto eingegangen ist, sollten Betroffene die Kosten nicht übernehmen. Zudem sollten sowohl Käufer als auch Verkäufer auf Ebay Kleinanzeigen bei Überweisungen per Western Union oder anderen ausländischen Banken vorsichtig sein. Betroffene sollten sich an die örtliche Polizeistelle wenden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Eisen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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Kommentare  

#3 Jan 02.09.2018, 11:57 Uhr
@Gabi: "an FBI und Interpol melden" - spätestens hier wird es eigentlich lachhaft.Als ob sich Interpol und FBI mit solchem Kleinkram beschäftigen würden :D Niedliche Betrüger.
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#2 nosa 16.07.2018, 10:03 Uhr
wer auf so eine Masche reinfällt ist selber schuld
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#1 Gabi 15.07.2018, 15:20 Uhr
auch bei mir haben es diese Betrüger versucht. Ich hatte eine Ukulele zum Kauf angeboten. Es meldeten sich gleich zwei potenzielle Käufer, beide per SMS, telefonischer Kontakt war nicht möglich. In sehr gebrochenem Deutsch wurde ich aufgefordert mich per E-Mail zu melden. Nach dem ich meine Kontodaten angegeben hatte erhielt ich per E-Mail von der Royal Bank of Canada einen Überweisungsauf trag mit völlig überzogenen Versandkosten. Hier habe ich meinen Verkauf abgebrochen mit dem Hinweis, das ich dies auf Anraten der hiesigen Polizei tue. Als Antwort kam die Drohung die Transaktion endlich ab zu schließen sonst müsse man diesen Fall an FBI und Interpol melden.
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