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102 Attacken am Tag: DDoS-Gefahr bleibt auf hohem Niveau

Veröffentlicht: 08.08.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 08.08.2018

Im zweiten Quartal des aktuellen Jahres konnten über 9.000 DDoS-Attacken vom europäischen IT-Security-Provider Link11 registriert werden. Alleine an einem Tag gab es 310 Attacken. Das sind die zentralen Ergebnisse des DDoS-Reports von Link11.

DDoS-Attacke Schriftzug
© Profit_Image / shutterstock.com

Nach wie vor geht von großflächigen DDoS-Attacken eine erhöhte Gefahr aus. Im zweiten Quartal des aktuellen Jahres konnte das Link11 Security Operation Center in seinem Netzwerk 9.325 Angriffe in der DACH-Region registrieren. Durchschnittlich sind das 102 Attacken am Tag. Im Vergleich zum ersten Quartal konnte zwar ein Rückgang von 36 Prozent festgestellt werden (vorher: 14.736 Attacken), dennoch kann der europäische IT-Security-Provider keine Entwarnung für die Zukunft geben. „Hochvolumen-Attacken sind kein vorübergehendes Phänomen, sondern eine langfristige Bedrohung für die digitale Wirtschaft und Vernetzung der verschiedenen Lebensbereiche. Eine schnelle Entwarnung ist nicht in Sicht“, so Marc Wilczek, Geschäftsführer von Link11.

Der Rückgang vom ersten zum zweiten Quartal liegt an der Stilllegung des DDoS-Marktplatzes Webstresser.org, wie im aktuellen „Link11 DDoS-Report Q2 2018“ zu lesen ist.

Samstag, Sonntag und Montag die gefährlichsten Tage

Die Gesamtdauer der Angriffe zwischen den Monaten April und Juni betrug 1.221 Stunden bzw. 73.254 Minuten. Die meisten davon wurden im April ausgeführt, wobei der 08. April mit insgesamt 310 Attacken der Spitzenreiter war. Im Fokus der Angreifer standen laut Link11 besonders die Branchen E-Commerce, Gaming, Hosting/IT, Finanzen und Entertainment/Medien. Wie das Frankfurter Unternehmen außerdem feststellen konnte, wurden besonders in den Abendstunden und an den Wochenenden die meisten Angriffe getätigt. Zwischen 23 und 24 Uhr wurden die meisten Attacken gestartet, während es zwischen 8 und 9 Uhr morgens und über die Mittagszeit am ruhigsten war.

Studie DDoS-Attacken
© Link11

Aber auch für die Zukunft gibt Link11 keine Entwarnung, da die Praxis beweist, „dass die meisten on-premise Lösungen der Unternehmen nicht in der Lage sind, sich der zunehmenden DDoS-Bedrohung in der gleichen Geschwindigkeit anzupassen, mit der die Angreifer ihre Attacken noch mächtiger und komplexer machen“, so im Report zu lesen. Das Unternehmen rät daher, die Sicherheitsstandards so zu erhöhen, dass es den Angreifern in Zukunft deutlich schwerer gemacht wird.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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