Teilen Teilen Kommentare Drucken

Finanzspritze: Neues Kaufhof-Karstadt-Unternehmen bekommt 400 Millionen Euro

Veröffentlicht: 11.09.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 11.09.2018

Die Fusion der Warenhausketten Karstadt und Galeria Kaufhof sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Während sich viele Mitarbeiter um ihre Positionen sorgen, wurden nähere Details zum Kapital und zum Hauptsitz bekannt.

Foto einer Karstadt-Filiale
© Tobias Steinert / Shutterstock.com

Das neue Joint Venture, das aus der Fusion von Galeria Kaufhof und Karstadt entstehen wird, erhält eine stattliche Kapitalspritze – nach Informationen der WirtschaftsWoche werden die Eigentümer nach dem Zusammenschluss eine Summe von 400 Millionen Euro in das Unternehmen pumpen. Darauf hätten sich die beiden Eigner, das kanadisches Handelsunternehmen Hudson's Bay (HBC) und die österreichische Signa-Gruppe, geeinigt. „Danach legen beide Eigentümer jeweils 100 Millionen Euro in bar in das neue Unternehmen“, heißt es.

Auch Immobilien stehen im Fokus der Verhandlungen

Neben dem Geld, das direkt in das Joint Venture fließen wird, geht es im Rahmen der Verhandlungen auch um Immobiliengeschäfte. So soll die Signa-Gruppe das sogenannte Carsch-Haus in Düsseldorf sowie die Kaufhof-Filiale in Köln (Hohe Straße) kaufen. „Beide Objekte gehören aktuell einem Konsortium um Kaufhof-Eigentümer HBC. Der Erlös aus dem Geschäft, abzüglich eines Kredits und Zahlungen an Dritte, beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro“, schreibt die WirtschaftsWoche weiter.

Der finale Betrag wird dann nach aktuellem Stand ebenso in das neue Karstadt-Kaufhof-Unternehmen fließen. Alles in allem kommt dem neuen Joint Venture somit eine höhere Summe an Kapital zugute als anfangs – das heißt zu Beginn der Fusion – angenommen.

Hauptsitz des neuen Joint Ventures steht fest

Darüber hinaus sei nun auch der Standort des Hauptsitzes eine beschlossene Sache zwischen den Fusionspartnern: Demnach habe man sich auf Köln als neuen Unternehmenssitz geeignet. Hier findet sich bereits auch die Zentrale von Kaufhof.

Nach dem Zusammenschluss, der wohl noch in dieser Woche offiziell nach außen getragen wird, soll die Fusion vollzogen werden. Überdies wird die Signa-Gruppe „sich auch an rund 60 Kaufhof-Immobilien von HBC beteiligen. Der Kaufpreis hierfür beläuft sich auf rund 900 Millionen Euro. Insgesamt muss Signa mehr als eine Milliarde Euro aufbringen, damit der Deal zustande kommt“, schreibt die WirtschaftsWoche weiter.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Tina Plewinski

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.