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Teal: Wissenschaftler entwickeln offenen Online-Marktplatz auf Blockchain-Basis

Veröffentlicht: 19.09.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 19.09.2018

Der Teal Marketplace soll eine offene Blockchain-Alternative zu Amazon, Ebay und Co. werden. Auf Basis von Blockchain-Infrastruktur und KI soll eine offene E-Commerce-Plattform aufgebaut werden.

Blockchain Grafik
© whiteMocca / Shutterstock.com

„TEAL“ könnte ein Name werden, den sich Online-Händler merken sollten. Denn der Teal Marketplace soll ein offener Blockchain-Marktplatz werden. Das StartUp hinter der Idee will „die Spielregeln im E-Commerce“ verändern, so CEO Dr. Klaus Holthausen. „Der offene neue Marktplatz macht es Händlern möglich, sich dem Diktat der aktuell dominierenden E-Commerce-Plattformen zu entziehen. Künftig lassen sich Angebote im direkten Kundendialog ohne zwischengeschalteten Marktplatz und deren Geschäftsinteressen präsentieren." Eine künstliche Intelligenz, die an das menschliche Gehirn angelehnt ist, soll dabei mit einer dezentralen Blockchain-Infrastruktur verzahnt werden, um eine E-Commerce-Plattform zu bilden. Die Blockchain soll unmittelbare und transparente Transaktionen zwischen Nutzer und Marke ermöglichen. Die Datenhoheit liegt dabei bei der jeweiligen Partei.

Verschlüsselt, smart, individuell

Wie genau soll das funktionieren? Der Marktplatz ist eine dezentrale E-Commerce-Anwendung und soll Prototyp für weitere selbstorganisierte Plattformen werden, über die verschiedene Ressourcen gehandelt werden können. Teal setzt bei seiner Such-Technologie, anders als die meisten Konkurrenten, nicht auf statische Algorithmen, sondern auf „überwachtes Lernen“. Die KI lernt dabei kontinuierlich dazu und erkennt Muster im Datenbestand, um auf Änderungen zu reagieren. Angebote und Empfehlungen sollen dadurch individualisierter möglich sein.

Der Nutzer entscheidet selbst, welche Informationen er mit wem teilen möchte und wie lange er sie freigibt. Über die Teal-Blockchain werden alle Nutzerprofile dezentral gespeichert und kryptografisch verschlüsselt. Das StartUp legt also großen Wert auf den Schutz der persönlichen Daten. Man wolle „ein Ökosystem an Anwendungen schaffen, bei denen sich Angebot, Nachfrage und Ort ohne zentrale Instanz in einem assoziativen System vernetzen", so TEAL CMO Michael Pruban. Der Marktplatz sei dabei die erste naheliegende Anwendung, denn, so Pruban weiter, die „meisten Kryptowährungen finanzieren Blockchains zur Entwicklung einer Infrastruktur - es fehlt aber ein echter Anwendungszweck. Das tatsächliche Potenzial liegt darin, Lösungen und Technologien für die Infrastruktur zu finanzieren."

Finanzspritze für die Zukunft

Die Teal AI AG wurde im Juli 2018 gegründet, das Team arbeitet aber bereits seit Mai vergangenen Jahres an einem Smart Blockchain Ecosystem. Startkapital gab es von den Serial Entrepeneurs Ulf Letschert und Josef Möllmann. Für den Herbst ist nun eine Finanzierungsrunde über ein Token Generating Event geplant. Außerdem will man strategische Partnerschaften eingehen, um das Ökosystem voranzutreiben.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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