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„Wir bekommen jeden Tag Anfragen“ – Hagen Meischner über den geglückten Shopify-Start in Deutschland

Veröffentlicht: 21.09.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 21.09.2018

Der offizielle Shopify-Start in Deutschland ist geglückt, der Anbieter bekommt täglich Anfragen von Agenturen, sagt Hagen Meischner im Interview. Präsenz zeigen ist wichtig, daher wird am 8. und 9. Oktober auch die Partner-Konferenz Shopify Pursuit erstmals in Deutschland, im Hotel Oderberger in Berlin, stattfinden – inklusive des kostenfreien Pursuit-Meetup am Abend des 8. Oktober, der für alle Shopify-Interessierten offen steht - für die man sich übrigens noch anmelden kann.

Shopify Smartphone
© Piotr Swat / Shutterstock.com

OnlinehändlerNews: Im Mai hat Shopify den Schritt nach Deutschland gewagt. Der Schritt war „logisch“, hast du damals gesagt. Ist der Deutschland-Start geglückt?

Hagen Meischner von Shopify: Die Antwort ist ein klares JA! Wir haben die letzten Monate ein überwältigendes Feedback von Kunden und Partnern erhalten und das hat sich vor wenigen Tagen auf der dmexco noch einmal bestätigt. Die Dynamik seit Mai basiert zu großen Teilen auf der Vorarbeit der letzten Jahre, denn tatsächlich ist Shopify schon viel länger in Deutschland vertreten. So nutzen bekannte Shops wie distorted people bereits seit 2012 Shopify (https://www.shopify.de/blog/distorted-people-munchen). Aber in der öffentlichen Wahrnehmung wird tatsächlich dieses Frühjahr als der große Wendepunkt gesehen.

Was hat sich im Sommer, seit dem Start, getan? Ihr wolltet das Team ausbauen, vor allem die Lokalisierung vorantreiben und das Partnernetzwerk ausbauen. Seid ihr mit der Entwicklung bis hierhin zufrieden?

Gefühlt passiert jeden Tag etwas Neues, dass uns vorantreibt und den Händlern weitere Mehrwerte bringt. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll: Da ist natürlich die komplette Übersetzung des Shopsystem auf Deutsch zu nennen. Ein weiterer Meilenstein war der Lunch von Shopify Payments diesen Monat. Wir bekommen jeden Tag Anfragen von Agenturen, die Shopify in ihr Portfolio annehmen wollen – vom Freelancer bis zu den bekannten Branchengrößen. Anbieter wie JTL, Newsletter2Go, billbee, eKomi, DHL und viele weitere haben ihre Apps fertiggestellt. Und nicht zuletzt ist die Vorzertifizierung durch den Händlerbund ein wichtiger Schritt, der in den letzten Wochen abgeschlossen wurde.

Gab es auch Herausforderungen, die Shopify möglicherweise überrascht haben?

Der vermeintliche Deutschlandstart in diesem Frühjahr fiel genau mit dem Inkrafttreten der DSGVO zusammen. Shopify hatte sich hier seit Monaten darauf vorbereitet, aber die Welle, die diese regulatorische Vorgabe in der öffentlichen Diskussion hervorgerufen hat, war schon überraschend. Daher musste in dieser Zeit besonders viel Energie in die Kommunikation investiert werden. Dank der engen Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Händlerbund, konnten am Ende die oft bestehenden Unklarheiten beseitigt werden.

Ihr habt bereits eine „Vergangenheit“ mit DHDL-StartUps. Die Show ist aktuell wieder in aller Munde. Gibt es in der aktuellen Staffel Shopify-Nutzer?

Ja, aber man kann ja noch nicht zu viel verraten. Nur soviel, Kandidaten aus der aktuellen Staffel wie Jacky F., Swedish Fall, Pazls Möbel oder furryfit laufen auf Shopify.

Social-Media-Plattformen als Sales-Kanäle haben bei Shopify einen hohen Stellenwert, auch eine Instagram-Integration wird bereits angeboten. Wie beliebt sind diese Integration bei euren Kunden und wo lässt es sich aktuell am lukrativsten verkaufen?

Tatsächlich gewinnt der Influencer Commerce über Social-Media-Plattformen zunehmen an Bedeutung. Die Zielgruppen sind dabei recht unterschiedlich. Auf der einen Seite gibt es die Influencer mit einer hohen Zahl an Followern, die diese Reichweite monetarisieren wollen. Hier hat sich mittlerweile ein ganzer Markt an Dienstleistern entwickelt, die diese Influencer betreuen, vom Produktsourcing bis zur Auftragsabwicklung. Desweiteren gibt es viele StartUps, die von Beginn an eine Social-Media-Strategie fahren und die Plattformen als Vertriebskanal aufbauen. Und nicht zuletzt sind da die Marken, die insbesondere die junge Zielgruppe am besten über Social Media erreichen. Wie so oft hängt die Wahl des richtigen Kanals von der Zielgruppe, den Produkten und der eigene Kommunikationsstrategie ab. Hier heißt es testen.

Was ist in den kommenden 12 Monaten bei Shopify in Deutschland geplant? Was steht auf der Agenda ganz oben?

Die Agenda ist lang und breit gefächert. Der Berlin Standort soll weiter ausgebaut werden, deutschen Shopify-Kunden wird zukünftig die gesamte Servicevielfalt von Shopify zur Verfügung gestellt werden, die Integration von Partnerlösungen per App wird stark ausgebaut und das Agenturnetzwerk noch einmal deutlich erweitert. Deutschland ist ein strategischer Markt für Shopify und das werden die Kunden in Zukunft noch deutlicher sehen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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