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Fokus auf E-Commerce: Rewe startet E-Food-Lager „Scarlet One“

Veröffentlicht: 25.09.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 25.09.2018

Rewe will seine Online-Aktivitäten stärker ausbauen und hat deshalb ein neues Food Fulfillment Center eröffnet. Das „Scarlet One“ genannte E-Food-Lager soll helfen, die Warenverfügbarkeit zu erhöhen, neues Produkte aufzunehmen und ein größeres Gebiet zu beliefern – und das bei besserer Kosteneffizienz.

Rewe-Lieferwagen am neuen FFC 2.0
© REWE digital

Das neue technologisierte E-Food-Lager von Rewe befindet sich in Köln und bedeutet gewissermaßen einen kleinen Umbruch für das Unternehmen: Rewe hatte sich in den vergangenen Monaten beim Ausbau seines Online-Geschäfts zurückhaltend gezeigt, mit dem hochautomatisierten Lager in der Domstadt stellt das Unternehmen seinen Logistikprozess nun aber neu auf. Das „Scarlet One“ genannte Food Fulfillment Center 2.0 (FFC) soll helfen, die E-Commerce-Aktivitäten digital auf eine neue Stufe zu heben, wie Rewe erklärt. 80 Millionen Euro hat das Unternehmen sich das kosten lassen.

„Scarlet One“ soll es mithilfe von Technologisierung und Prozessoptimierung dabei möglich machen, „die Warenverfügbarkeit für die Kunden weiter zu erhöhen, neue Sortimente aufzunehmen, künftig das Belieferungsgebiet auszuweiten, die Flexibilität für Kunden zu erhöhen und zugleich die Wirtschaftlichkeit weiter zu stärken“. Das FFC 2.0 soll das bisherige FFC in Hürth ablösen – dort hatte Rewe ein rein manuelles Food Fulfillment Center betrieben. Ähnliche Lager betreibt Rewe weiterhin in Berlin, Hamburg, München, Hannover und Mannheim.

Rewe sieht sich als „First Mover, Spitzenreiter und Trendsetter“

„Mit der heutigen Inbetriebnahme von Scarlet ONE erreichen wir einen wichtigen Meilenstein im Rahmen unserer ganzheitlichen Digitalisierungsstrategie. Wir zeigen wie ernst es uns ist, den E-Commerce weiterzuentwickeln“, bekräftigt Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group. „Wir zeigen aber auch, dass für uns E-Commerce viel mehr ist als ein schicker Web-Shop. Der Fokus liegt vor allem auf sämtlichen rückwärtigen Bereichen und Logistikstufen.“ Souque sieht sein Unternehmen mit dem neuen Food Fulfillment Center als „First Mover“ und „mindestens im deutschen Lebensmittelhandel Spitzenreiter und Trendsetter“.

Im neuen E-Food-Lager sollen die Mitarbeiter nicht mehr lange Strecken zurücklegen müssen – stattdessen kommen die Produkte mittels automatisierter Shuttle-Technologie aus verschiedenen Kühlzonen zu den Kommissionierern. Wie Christoph Eltze, Vorsitzender der Geschäftsführung Rewe Digital erklärt, erreiche das Unternehmen damit drei Dinge: Die Wirtschaftlichkeit werde gestärkt, der Grundstein für weiteres Wachstum werde gelegt und Rewe könne den Kunden beispielsweise in den Bereichen Fleisch, Wurst und Käse „einen Service bieten, wie sie ihn sonst nur von der Bedientheke kennen“.

In Anbetracht der Tatsache, dass Rewe sich erst seit rund fünf Jahren mit dem Thema E-Commerce beschäftigt, ist die Entwicklung des Unternehmens tatsächlich nicht von der Hand zu weisen. Digitalisierungsversuche von Konkurrenten wie beispielsweise Lidl oder Kaufland sind in der Vergangenheit gescheitert, Rewe kann sich aber am Markt behaupten.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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