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Zadaa: Kleiderkreisel bekommt Konkurrenz

Veröffentlicht: 02.10.2018 | Autor: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 02.10.2018

Zadaa heist das Start-Up des finischen Gründers Ioro Kormi. Anders als Kleiderkreisel möchte Zadaa seinem Nutzer die passende Kleidung anbieten, ohne dass sich dieser durch das komplette Angebot der Mitglieder wühlen muss.

Kleiderhaufen vor weißem Hintergrund
© New Africa - shutterstock.com

Mit der Wühltischatmosphäre der Flohmärkte hat Zadaa nicht viel gemein. Wie die Süddeutsche berichtet, will sich der Gründer darauf konzentrieren, die Kleidung zu verkaufen, die am Ende auch passt.

Style-Zwillinge

Damit dem Nutzer die passende Kleidung angeboten werden kann, werden Style-Zwillinge gesucht: Bei der Anmeldung in der App wird ein umfangreiches Nutzerprofil erstellt. Neben Geschlecht, Größe und Konfektionsgröße, werden das Alter, die Körperform (beispielsweise Birne oder Sanduhr) und die Körbchengröße angegeben. Dadurch soll erreicht werden, dass nicht nur Kleidung in der passenden Größe angeboten werden: Es wird errechnet, welche Nutzer sich darüber hinaus beim Kleidungsstil ähneln.
Es werden Style-Zwillinge zusammen gebracht. Ähnliche Maße plus ähnlicher Geschmack sollen am Ende für ein erfolgreiches Shoppingerlebnis sorgen.

Ähnlichkeiten mit Kleiderkreisel

Ansonsten bestehen Ähnlichkeiten mit Kleiderkreisel: Die Nutzer verkaufen die Kleidung untereinander direkt. Was allerdings anders ist, ist der Versandsservice: Laut Süddeutscher Zeitung arbeitet Zadaa mit DHL zusammen. Wird ein Kleidungsstück verkauft, erhält der Verkäufer von Zadaa einen QR-Code. Den muss er lediglich an der Packstation vorzeigen, ohne eine Versandmarke zu erwerben. Die Adressdaten des Käufers muss er dafür ebenfalls nicht erhalten. Dafür erhebt Zandaa eine Gebühr von einem Euro. Dazu kommt noch ein Servicezuschlag, der sich am Preis orientiert. Dieser liegt bei null bis zwölf Prozent.

Nächste Ziele: Österreich und Holland

Im Vergleich zu Kleiderkreisel hat Zadaa noch wenig Nutzer: Kleiderkreisel wird von 5,8 Millionen Personen gennutzt; Zadaa kommt mit den Nutzern aus Dänemark und Finnland insgesamt lediglich auf 250.000 Nutzer. Der Gründer sieht dennoch Potential: Während sich Kleiderkreisel ausschließlich auf den deutschen Markt konzentriert, plant Gründer Ioro Kormi bereits die Ausweitung der App auf Österreich und Holland. Sein Ziel ist es, Secondhand-Verkäufe über Ländergrenzen hinweg unproblematisch möglich zu machen. Dadurch werde er Kleiderkreisel auf jeden Fall irgendwann einholen.

Über den Autor

Sandra May Experte für IT- und Strafrecht

Sandra schreibt seit September 2018 als juristische Expertin für OnlinehändlerNews. Bereits im Studium spezialisierte sie sich auf den Bereich des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Nach dem Abschluss ihres Referendariats wagte sie den eher unklassischen Sprung in den Journalismus. Juristische Sachverhalte anschaulich und für Laien verständlich zu erklären, ist genau ihr Ding.

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