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Ceconomy trennt sich mit sofortiger Wirkung von Konzernchef Pieter Haas

Veröffentlicht: 15.10.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 15.10.2018

Pieter Haas, CEO von Ceconomy, wird mit sofortiger Wirkung das Unternehmen verlassen. Dies wurde am Samstag in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen. Auch CFO Mark Frese wird seinen Hut nehmen.

Konzept Personal
© Jirsak / shutterstock.com

Schwierige Zeiten für Ceconomy. Die Muttergesellschaft von Media Markt und Saturn hat jetzt bekannt gegeben, dass man sich mit sofortiger Wirkung und im gegenseitigen Einverständnis vom Konzernchef Pieter Haas trennen wird. Dieser Beschluss wurde am Samstag in einer außerordentlichen Sitzung getroffen. „Angesichts der jüngsten Entwicklungen besteht zwischen allen Beteiligten Einigkeit, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine personelle Neuaufstellung ist. Wir sind fest davon überzeugt, dass es Ceconomy nur so gelingen wird, verloren gegangenes Vertrauen am Kapitalmarkt wiederherzustellen“, wird Jürgen Fitschen, Vorsitzender des Aufsichtsrats, in einer Meldung des Unternehmens zitiert.

Neben Haas wird auch Finanzvorstand Mark Frese seinen Hut nehmen müssen. Allerdings einigten sich beide Parteien darauf, dass Frese vorerst im Unternehmen verbleibt und bis zur Berufung eines Nachfolgers seine Aufgaben als CFO weiterhin übernimmt. Bis ein neuer Konzernchef gefunden wird, übernehmen Mark Frese und Dieter Haag Molkenteller, Mitglied des Vorstands, die Aufgaben von Pieter Haas.

Ceconomy musste Gewinnprognose herunterschrauben

Die Dachgesellschaft von Media Markt und Saturn musste in den letzten Monaten einige Rückschläge verkraften. So konnte das Unternehmen seinen Umsatz im dritten Quartal des aktuellen Jahres nur minimal erhöhen. Grund dafür war die Metro-Beteiligung, die dem Unternehmen weiterhin Verluste bescherte. Kurz nach den veröffentlichten Geschäftszahlen wurde bekannt, dass sich Ceconomy wohl von diesem Ballast trennen und seine Metro-Anteile verkaufen will. Auch musste der Elektronikhändler seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2017/2018 deutlich nach unten korrigieren (wir berichteten). Man gehe von einem EBIT zwischen 460 und 490 Millionen Euro aus. Im vorherigen Geschäftsjahr wurden noch 494 Millionen Euro erzielt. Das angestrebte Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wird somit wohl nicht erreicht werden. Als Grund gab Ceconomy die ungewöhnlich heißen Sommermonate an.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben bereits aktiv auf der Suche nach einem neuen CEO und CFO, die das Ruder für Ceconomy noch rumreißen sollen.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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