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Mydealz will Mitglieder mit einer Million Euro fördern

Veröffentlicht: 13.11.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 13.11.2018 | Gelesen: 3052 mal

Um das Engagement seiner Nutzer möglichst hoch zu halten, hat die Schnäppchenplattform Mydealz angekündigt, die User künftig finanziell fördern zu wollen. Dabei soll eine siebenstellige Summe fließen.

Screenshot Mydealz-Account Google Plus
© mydealz

Hinter dem Erfolg der Schnäppchenplattform Mydealz steht nicht nur ein gutes Geschäftskonzept, sondern nicht zuletzt auch das engagierte Zutun der eigenen Community. Diese hilft dem Unternehmen nämlich maßgeblich dabei, immer neue Aktionen und Angebote zu finden und nähere Details über Produkte zu liefern. Die Frage, die sich dabei stellt: Wie bekommt man die eigenen Mitglieder dazu, sich noch intensiver für Mydealz zu engagieren? – Auf diese Frage scheint die Schnäppchenplattform nun eine Antwort gefunden zu haben.

Wie t3n berichtet, will das Mydealz-Mutterunternehmen, die Pepper.com-Gruppe, einzelne Mitglieder finanziell entlohnen bzw. fördern – und zwar, wenn sie „besonders informative Beiträge“ zusteuern und somit die Qualität der Mydealz-Inhalte hochhalten. Dabei geht es zum Beispiel um Informationstexte über Dienstleisterverträge, Einblicke in die Vor- und Nachteile bestimmter Produkte oder Tipps für die Schnäppchenjagd.

Contentaufbau ist für Nutzer und Google gut

Grundsätzlich ist die Mydealz-Community in den vergangenen Jahren beachtlich gewachsen. Auf der hauseigenen Website schreibt das Unternehmen: „Stand Oktober 2018 hat mydealz fast 840.000 Mitglieder, die mittlerweile über 850.000 Deals geteilt und knapp 16,7 Millionen Kommentare verfasst haben. Und es werden täglich mehr!“ Mit dem nun ins Leben gerufenen „Pepper Expert Programm“, das eben jene Community-Experten unterstützen soll, will die Pepper.com-Gruppe allein im ersten Jahr eine Million Euro fließen lassen.

„Gut investiertes Geld, wenn man berücksichtigt, dass es gerade die Überblicksartikel sein dürften, die über längere Zeit ordentlich Geld generieren“, urteilt t3n weiter. Es geht Mydealz also darum, nützlichen und informativen Content aufzubauen. Dieser dürfte sich derweil nicht nur positiv auf die Nutzer, sondern auch auf das Google-Ranking auswirken.

Mydealz-Bezahlung: Qualität steht im Fokus

Das Geld soll nach Angaben von Pepper.com in zwölf Monats-Tranchen gleichmäßig auf alle Experten der teilnehmenden Communities verteilt werden, die sich in den vergangenen Monaten mit qualitativen Beiträgen und einer großen Aktivität hervorgetan haben. Die qualifizierten Nutzer sollen sich nicht nur vertraglich dazu verpflichtet haben, unabhängig von Händlern und Herstellern zu arbeiten, sie können auch unabhängig vom Mydealz-Betreiber agieren und sich beispielsweise Themen, über die sie schreiben, selbst heraussuchen. Zudem sollen sie als bezahlte Mitglieder markiert werden.

„Die Ausschüttungen an die Mitglieder des Pepper Expert Programs werden ausschließlich anhand des PEP-Faktors berechnet, der verschiedene Zahlen kombiniert, um die Qualität ihrer Beiträge zu bemessen. Die Temperatur [wie heiß der Deal ist, Anm. d. Red.] spielt hierbei übrigens keine Rolle, sondern Dinge wie beispielsweise ‚wie oft wurde ein Deal angesehen?‘ oder ‚wieviele haben sich einen Deal angesehen?‘“, wird das Unternehmen von t3n zitiert.

Nicht zuletzt wird jedoch auch darüber spekuliert, ob die neue Vergütung der Mitglieder auch zu Streit und Neid innerhalb der Community führen könnte.

Anmerkung: In einer vorigen Fassung hieß es, dass die eine Million Euro nur unter 15 ausgewählten Mydealz-Mitgliedern aufgeteilt würden. Wir haben dies entsprechend korrigiert.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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