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Wo Kunst und Antiquitäten im Internet einen neuen Besitzer finden

Veröffentlicht: 25.04.2014 | Autor: Nadja Naumann | Letzte Aktualisierung: 15.05.2014

Neben eBay in der Welt der Online-Auktionshäuser zu bestehen ist mit Sicherheit nicht einfach. Das breite Angebotsspektrum des Unternehmens und seiner Händler macht es anderen Auktionshäusern schwer, sich zu profilieren. Auctionata scheint dies nun aber gelungen zu sein. Erst letzte Woche erhielt der Berliner Online-Marktplatz für Kunst und Antiquitäten 21,5 Millionen Euro von Investoren.

Auction-Schriftzug mit Maus

(Bildquelle Online-Auktion: Tang Yan Song via Shutterstock)

Kunst- und Antiquitätenauktionen kennt man üblicherweise aus der analogen Welt, wie bei Christie’s oder Sotheby’s. Bei der oft kostbaren angebotenen Ware muss es dabei seriös zugehen, wohlhabende Kaufinteressenten bleiben teilweise geheim, um sich und den ersteigerten Gegenstand vor der Öffentlichkeit zu schützen. Doch kann dieses Konzept auch im Internet funktionieren?

Kunst- und Antiquitätenauktionen

Bei Kunst und Antiquitäten ist die Versteigerung der Ware nicht mit den Durchschnittsartikeln auf eBay zu vergleichen. Es gehört einiges mehr dazu, als das bloße Anbieten der Ware und das Warten auf jemanden, der bereit ist bestimmte Summen für die Angebote zu bezahlen. Im Gegenteil, Käufer von Kunst sind meist Liebhaber, Sammler oder Investoren. Sie sind oft auch Experten auf dem für sie interessanten Gebiet und haben hohe Ansprüche an die Auktionshäuser und deren Ware.

Diesen Kunstliebhabern stellt Auctionata eine Plattform zur Verfügung, auf der Kunstgegenstände geschätzt und preislich bewertet werden, um sie dann online zu verkaufen. Auch um die Kaufabwicklung und Lieferung wird sich gekümmert. Was Auctionata dabei einzigartig macht, ist das patentierte Echtzeitsystem für die Online-Saalauktionen. Mit seiner Robustheit und Zuverlässigkeit geht keins der Gebote im World Wide Web verloren.

Investoren, seltene Kunstwerke und Weltrekorde

Auctionata konnte seinen Umsatz von 2012 zu 2013 um zehn Prozent auf 12 Millionen steigern und ist auch weiterhin so erfolgreich, dass seine bestehenden Investoren letzte Woche in einer zweiten Finanzierungsrunde weitere 21,5 Millionen Euro in das StartUp hineinsteckten. Das erhaltene Geld soll nun für die Internationalisierung genutzt werden, sodass bald auch Auktionen aus New York und Hongkong übertragen werden könnten. In London und Zürich wurden bereits zusätzliche Büros eingerichtet.

Neben dem finanziellen Erfolg konnte Auctionata auch schon andere verbuchen. Im Februar letzten Jahre entdeckten Experten des Online-Auktionshauses ein vergessenes Aquarell des Malers Egon Schiele und versteigert es zum Online-Rekordpreis von 1,8 Millionen Euro. Nie zuvor wurde ein Werk der bildenden Kunst zu solch einem Preis verkauft. Auch die Uhr Patek Philippe Referenz 2499 erzielte den Rekord für die teuerste Uhr, die jemals online versteigert wurde.

Im Oktober 2013 war Auctionata außerdem das erste deutsche Auktionshaus, das ein Bild von Vincent van Gogh zur Versteigerung brachte.

Muss eBay zittern?

Dass Auctionata für eBay keine Bedrohung darstellt, steht außer Frage. Dafür sind die Angebote auf der Auktions-Plattform zu speziell und exklusiv. Den klassischen Auktionshäusern könnte das Portal allerdings gefährlich werden, denn im Gegensatz zu ihnen bietet Auctionata 24 Stunden, 7 Tage die Woche Auktionen an. Auch die Privatsphäre wird geschützt, eine sichere Abwicklung garantiert und ein Rundum-Service gewährleistet. Dabei kann alles versteigert werden, was einen gewissen Wert hat – von Zeichnungen und Fotos bis hin zu Möbeln. Die Zukunft der Auktionen scheint im Internet und Live-Streaming zu liegen, denn wer geht noch in Auktionshäuser, wenn er jederzeit im Internet live an weltweiten Auktionen teilnehmen kann?

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