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Die häufigsten Gründe für Kaufabbrüche

Veröffentlicht: 06.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 13.06.2013

Kaufabbrüche gehören zu den großen Mysterien in der Webanalyse eines Online-Shops. Das liegt daran, dass die Gründe für einen Kaufabbruch mannigfaltig sind. Es kann an den Zahlungsarten liegen, am Design, am Preis oder an zu langen Formularen. Das Marktforschungsunternehmen Comscore hat nun eine Analyse mit teils überraschenden Ergebnissen dazu veröffentlicht.

Die ernüchterndste Zahl vorab: 67 Prozent aller Bestellprozesse wird beim allerletzten Schritt abgebrochen. Bis dahin kann vieles oder sogar alles gut gelaufen sein. Doch der Besucher entscheidet sich dennoch gegen einen Kauf. Warum also diese Torschlusspanik? Was hält den potenziellen Käufer davon ab, den letzten Schritt zu gehen und die Ware zu kaufen?

Klassische Stöberer

Tatsächlich liegt es nicht am Shop, sondern am Shoppenden. 57 Prozent aller Befragten gaben an, noch gar keine konkrete Kaufabsicht besessen zu haben und daher den Kauf auch nicht durchgeführt zu haben. Die klassischen Stöberer. Gleich dahinter folgen die Unentschlossenen. Sie legen erst einmal alles in den Warenkorb und heben sich die Entscheidung zum Kauf für später auf. Erst an Position drei folgen diejenigen, denen man als Shopbetreiber wirklich aktiv helfen kann. Etwa 55 Prozent waren die Versandkosten zu hoch.

Ähnlich erging es 51 Prozent der Befragten. Bei ihnen war das Problem, dass die Anzahl der Produkte im Warenkorb oder der Warenkorbwert nicht ausreichte, um den Gratisversand zu erreichen. Sollte sich herausstellen, dass man hier im eigenen Shop zu viele potenzielle Käufer verliert, könnte man die Hürde für den Gratisversand senken, um an mehr Käufer zu gelangen.

Versandkosten frühzeitig anzeigen

Auf Rang fünf der häufigsten Gründe für einen Kaufabbruch liegen die zu spät aufgeführten Versandkosten. Ein Problem, dass sich leider in vielen Online-Shops zeigt. Dabei kann man den Kunden verstehen, wenn er am Ende des Bestellprozesses zu hohe Versandkosten sieht und dann aussteigt. Auch die Lieferzeit ist ein Kaufkiller. 24 Prozent aller Befragten kauften nicht, weil ihnen das voraussichtliche Lieferdatum nicht angezeigt wurde.

Wie also lassen sich Kaufabbrüche in Online-Shops vermeiden? Auch dazu haben sich die Befragten geäußert. 73 Prozent und damit die meisten wünschen sich die versandkostenfreie Lieferung. 60 Prozent legen Wert auf einen ungefähren oder genauen Liefertermin und 56 Prozent wollen mehrere Zahlungsmethoden im Shop sehen. Wer die Wünsche seiner Kunden ernst nimmt, der hat möglicherweise die Nase den entscheidenden Klick weiter vorn und erhält den Zuschlag.

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