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E-Commerce als Boost für das Bruttoinlandsprodukt

Veröffentlicht: 07.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 13.06.2013

Das Online-Geschäft ist als Wirtschaftsfaktor für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nicht mehr wegzudenken – Das ist in der Branche unumstritten. Eine aktuelle Expertenumfrage zeigt, dass mobile Endgeräte dabei zunehmend als Wachstumstreiber fungieren, während die wirtschaftliche Bedeutung von sozialen Netzwerken eher gering bleibt.

BIP – in vier Jahren mehr als die Hälfte durch E-Commerce?

Unter E-Commerce versteht der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. einen eher weiten Begriff, der sämtliche Vorgänge umfasst, bei denen „verbindliche Geschäftsprozesse“ wie Bestellungen, Zahlungen und Reklamationen abgewickelt werden und zählt beispielsweise neben Online-Handel auch Cloud Computing und elektronische Verwaltungsprozesse dazu.

„So gerechnet lag der E-Commerce-Anteil schon im letzten Jahr bei gut einem Drittel (37 Prozent) des Bruttoinlandsprodukts“, erläutert Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann, Sprecher der Kompetenzgruppe E-Commerce im eco-Verband. In vier Jahren, so schätzt eco, soll bereits über die Hälfte des BIPs in Verbindung mit dem E-Commerce erwirtschaftet werden.

Mobil statt sozial

Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets werden beim Aufstieg der Branche nach Hofmanns Interpretation einer Expertenumfrage, in den nächsten Jahren eine „gewisse Rolle“ spielen. Immerhin gut 83 % der Befragten stimmten der Aussage „E-Commerce wird geprägt sein von Mobile Commerce - also der Verfügbarkeit portabler Endgeräte“ zu.

Soziale Netzwerke hingegen fanden weitaus weniger Zustimmung hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Lediglich 16 % gaben in der aktuellen Befragung an, dass die Aussage, die Branche werde „geprägt sein von Social Commerce - also der Vernetzung der Marktteilnehmer durch soziale Netzwerke“ sicher zutrifft.

Trends erkennen

Sollte der Verband recht behalten, darf sich die Internet-Branche auf ein großes Wachstum freuen, auch wenn der oftmals angenommene Hype von Facebook und Co. als Umsatzboost weiterhin ausbleibt. Smartphones und Tablets wird offenbar ein bedeutend größeres Potenzial eingeräumt – ein Trend, den Online-Händler künftig nicht ignorieren können.

Die Expertenumfrage wurde mit der eco-Kompetenzgruppe E-Commerce und der Fachgruppe Software- und Servicemarkt der Gesellschaft für Informatik durchgeführt.

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