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Der frühe Vogel

Bundeskartellamt kritisiert Vergleichsportale

Veröffentlicht: 13.12.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 12.12.2018 | Gelesen: 2232 mal
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Das Bundeskartellamt hat Online-Vergleichsportale ins Visier genommen. 36 Portale für die Branchen Reisen, Energie, Versicherungen, Telekommunikation und Finanzen wurden untersucht, dabei hätten sich viele Vergleichsinformationen als „zutreffend und seriös“ herausgestellt, so Kartellamtspräsident Andreas Mundt laut Spiegel Online. Allerdings werde der Verbraucher auch häufig in die Irre geführt. Von Anbietern gezahlte Entgelte oder Provisionen hätten zum Beispiel Einfluss auf die Darstellung der Suchergebnisse. Darüber hinaus würden einige Anbieter nur eine geringe Marktabdeckung liefern und teilweise weniger als die Hälfte der existierenden Angebote abbilden.

Viele Angebote erstellen dabei den Wettbewerbshütern zufolge nicht einmal einen eigenen Vergleich, sondern griffen lediglich auf Datensätze oder Tarifrechner anderer Portale zurück. „Der Verbraucher kann sich nicht immer darauf verlassen, tatsächlich das für ihn beste Angebot auf einem Vergleichsportal zu finden", so Mundt. Zudem fehle es an Transparenz, Verbraucher werden nicht darüber aufgeklärt, wie die Reihenfolge der Suchergebnisse zustande kommt und warum Empfehlungen als solche gekennzeichnet werden. Im kommenden Jahr will das Kartellamt den abschließenden Bericht veröffentlichen. Bis dahin können die Vergleichsportale zu den Ergebnissen Stellung beziehen.

Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann gefragt

Die in diesem Jahr zum ersten Mal angebotene Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann ist enorm gefragt: Im laufenden Ausbildungsjahr 2018/19 wurden knapp 1.400 Ausbildungsverträge abgeschlossen, berichtet die Internet World. Im Vorfeld wurde von bis zu 1.000 Auszubildenden ausgegangen. Der Ausbildungsberuf sei eine Antwort auf den seit Jahren boomenden E-Commerce. Kritiker bemängeln allerdings, dass die Antwort Jahre zu spät käme – und fordern mehr Schnelligkeit in Sachen Digitalisierung.

Zalando: Sechs weitere Outlets geplant

In den kommenden beiden Jahren will Zalando sechs weitere Outlets eröffnen. Drei Filialen in Hannover, Münster und Stuttgart sollen 2019 eröffnet werden, drei weitere in Konstanz, Mannheim und Ulm, 2020 folgen, so Zalando. Die Outlets seien als Ergänzung für die Zalando-Plattform zu verstehen und diese wachse stetig. In den Outlets wird Ware verkauft, die Zalando online nicht mehr verkaufen kann. Bislang unterhält der Mode-Riese fünf Stores in Berlin, Frankfurt am Main, hamburg, Leipzig und Köln.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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