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Knöpfe zum Nachbestellen

Amazon stoppt Verkauf von Dash Buttons – und zwar weltweit

Veröffentlicht: 01.03.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 01.03.2019 | Gelesen: 2745 mal
Amazon Lächeln auf einem Paket

Schon seit Jahren gibt es Uneinigkeit über die sogenannten Dash Buttons von Amazon. Die Bestellknöpfe hatte der Konzern vor einigen Jahren eingeführt, um Kunden den Einkauf von Produkten mit minimalem Aufwand zu ermöglichen: Ein Knopfdruck und schon ist das gewünschte Produkt auf dem Weg. Doch Amazon erfuhr auch jede Menge Gegenwind: Unter anderem von deutschen Verbraucherschützern und Gerichten.

Amazon scheint die digitalen Dash Buttons pushen zu wollen

Nun scheint der Kampf um die Dash Buttons allerdings vorbei zu sein, denn laut Medienberichten stellt das Unternehmen den Verkauf der Knöpfe ein – und zwar nicht nur hierzulande, sondern weltweit. Mittlerweile seien die Dash Buttons über Amazon auch nicht mehr erhältlich, da die entsprechenden Angebote gelöscht worden seien.

Wie Heise Online schreibt, will sich Amazon in Zukunft lieber auf Online-Services fokussieren: Und da es die Dash Buttons auch in digitaler Fassung gibt, dürften diese dabei durchaus eine Rolle spielen. Die virtuellen Bestellknöpfe können sich Kunden auf ihrer Amazon-Website bzw. in ihrer App einrichten, sodass für eine Bestellung dann nur noch ein Knopfdruck auf das Display ausreicht. „In den USA können Hersteller von Hausgeräten solche digitalen Knöpfe inzwischen auch in die Displays ihrer Technik integrieren“, erklärt Heise weiter.

OLG München hatte die Dash Buttons verboten

Erst vor wenigen Wochen – und zwar Anfang Januar 2019 – hatte das Oberlandesgericht München die Dash Buttons von Amazon verboten. Der Grund: Online-Händler sind verpflichtet, die Kunden vor dem Kauf über alle wesentlichen Vertragsinformationen zu informieren. Zu diesen Informationen gehören unter anderem der Preis und Grundpreis, die Nettofüllmenge und wesentlichen Eigenschaften des Produkts, Steuern und so weiter. Da die Knöpfe allerdings nicht über ein Display oder sonstige Anzeigen verfügen, werden dem Kunden solche Informationen auch nicht angezeigt: Der Kunde drückt den Knopf und Amazon löst die Bestellung aus.

Dass Amazon nun die Dash Buttons einstellt, könnte sich mutmaßlich auf den heftigen Gegenwind von Verbraucherschützern und die Niederlage vor Gericht zurückführen lassen. Doch Amazon widerspricht: „Die Entscheidung des Oberlandesgerichtes München steht in keinerlei Zusammenhang mit der Entscheidung, den Dash Button weltweit nicht weiter anzubieten“, zitiert Heise Amazon-Manager Tim Freystedt. Vielmehr liege es daran, dass die Kunden zunehmend auf andere Amazon-Angebote zum Nachbestellen von Produkten zugreifen würden.

Freystedt betonte allerdings, dass bestehende Dash Buttons weiterhin genutzt werden können. Zumindest in Deutschland dürfte dieses Versprechen allerdings nur so lange gelten, bis das Urteil gegen die Dash Buttons rechtskräftig ist und Amazon die Verwendung hierzulande einstellen müsste. Doch so weit ist es noch nicht. Zudem hatte Amazon angekündigt, gegen das Urteil des OLG Rechtsmittel einlegen zu wollen. Man halte die Entscheidung für „innovationsfeindlich und falsch“.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kontaktieren Sie Tina Plewinski

Kommentare  

#1 René 2019-03-01 10:48
Deutschland ist nicht nur innovationsfein dlich, sondern auch Deutschland ist eine Digitale Wüste. Innovationen werden hierzulande mit allen Mitteln bekämpft. Wir sind schlichtweg Mittelalter. In ein paar Jahren werden wir vom Rest der Welt entgültig abgehangen sein. Alles nur Pessimisten, Datenschützer, Umweltschützer usw. Wir benötigen für alles eine Anleitung möglichst auf deutsch, überall Stempel und zertifikate, Label Berechtigungen. ... Wir sind halt einfach zu blöd.
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