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Studie zu Dynamic Pricing

Wochentag und Uhrzeit haben kaum Einfluss auf Preise

Veröffentlicht: 08.03.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 08.03.2019 | Gelesen: 1235 mal

Dynamic Pricing ist eine beliebte Methode bei Online-Händlern, um den bestmöglichen Umsatz zu generieren. Dabei wird der Preis für Online-Artikel durch Algorithmen mehrfach in kurzer Zeit geändert, abhängig vom Preis bei der Konkurrenz, aber etwa auch von Browser oder Betriebssystem des Nutzers.

Jetzt hat das Vergleichsportal Idealo.de das Dynamic Pricing auf seiner Seite anhand von 47 Produkten und 7.700 Preisen über vier Monate hinweg untersucht. Ergebnis: Insgesamt stellt die Studie wenig Unterschiede fest, Tageszeit oder Wochentag haben also kaum Einfluss auf einen hohen oder niedrigen Preis. Die Unterschiede bewegen sich im „niedrigen einstelligen Prozentbereich“, heißt es.

Preise von Elektronik-Artikeln ändern sich oft, aber nur wenig

Dabei ändern sich die Preise durchaus oft – bei Top-Produkten aus dem Elektronik-Bereich im Schnitt bis zu viermal täglich, bei anderen Waren jedoch auch nur ein- bis zweimal wöchentlich. Vor allem die Preise für Smartphones von Samsung und Apple sowie Fußballtrikots wechseln häufiger am Tag. Der Unterschied zwischen dem teuersten und niedrigsten Preis lag jedoch im Schnitt aller Produkte nur bei vier Prozent.

Generell ist der Preis am Abend am höchsten: Ein Drittel der Produkte war zwischen 18 und 23 Uhr am teuersten. Die Mehrheit der Artikel war nachts oder am Morgen am günstigsten.

Kaum Preisunterschiede zwischen Wochentagen

Auch bei den Wochentagen stellte die Studie wenig Preisunterschiede fest. In einer Idealo-Umfrage hatten Verbraucher vermutet, dass der Samstag besonders teuer sei – das ist laut Studie aber falsch: Der Samstag war bei keinem untersuchten Produkt der teuerste Tag. Stattdessen waren Dienstag und Donnerstag die teuren Tage: Rund die Hälfte der Produkte hatte an den Tagen ihren höchsten Preis.

Doch wie auch bei der Tageszeit waren die festgestellten Preisunterschiede auch bei den Wochentagen minimal. Bei bestimmten Smartphones zum Beispiel lagen teuerster und billigster Preis nur ein Prozent auseinander – also zwischen 5 bis 10 Euro Unterschied.

„Die Effekte von Dynamic Pricing sind zwar nachweisbar, das tatsächliche Sparpotenzial ist aber eher gering“, so das Fazit der Studienverantwortlichen. Idealo rät Endkunden daher, Preise noch langfristiger zu vergleichen und auf saisonale Schwankungen und den natürlichen Preisverfall zu achten. So sei der Preis des Apple iPhone X im viermonatigen Untersuchungszeitraum um neun Prozent von 867 Euro auf 793 Euro gesunken.

Die Ergebnisse der gesamten Studiue kann man hier einsehen (pdf, 7 Seiten).

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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