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Der frühe Vogel

Amazon wird von gefälschten Fünf-Sterne-Bewertungen geplagt

Veröffentlicht: 17.04.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 17.04.2019
Amazon-Paket mit umgedrehten Pfeil

Bei Amazon kommt es derzeit offenbar zu einer Flut von gefälschten Fünf-Sterne-Bewertungen. Bereits im Jahr 2017 ergab eine umfassende Untersuchung, dass jede fünfte Bewertung gefälscht sei. Neue Zahlen der britischen Verbraucherschutzorganisation zeigen laut t3n.de aber jetzt, dass das Problem noch immer nicht aus der Welt geschafft ist.

Demnach waren 87 Prozent der insgesamt 12.000 untersuchten Amazon-Bewertungen nicht glaubwürdig. Als erstes Indiz werteten die Verbraucherschützer den Umstand, dass unter den bestbewerteten Produkten in den Kategorien Kopfhörer, Smartwatches und Fitnesstracker viele Geräte von unbekannten Marken zu finden sind. Doch Tausende Rezensionen tragen nicht das Siegel „verifizierter Kauf“ – woher die Rezensionen stammen, ist damit unklar.

Daneben fand Which aber auch eindeutige Belege für gefälschte Rezensionen: Kopfhörer der Marke Celebrat waren den Verbraucherschützern zufolge 439 mal bewertet worden – immer mit fünf Sternen. Dabei sei keine der Bewertungen als „verifizierter Kauf“ gekennzeichnet gewesen. Zudem seien alle Rezensionen dieses Kopfhörer-Modells an einem Tag eingereicht worden. Der Schluss liege nahe, dass es sich hier um einen automatisierten Prozess handelt.

Für Amazon ist eine solche Flut an Fake-Bewertungen ein großes Ärgernis. Das Unternehmen geht schon seit längerer Zeit entschieden gegen Bewertungsfälscher vor und versucht, das Problem in den Griff zu bekommen. Schließlich leidet unter den gefälschten Bewertungen die Glaubwürdigkeit des Unternehmens.

Juke: Media-Saturn stellt seinen Spotify-Konkurrenten ein

Der Streaming-Dienst Juke geht offline. Ohne Gründe zu nennen, habe der zu Media-Saturn gehörende Dienst sein Ende auf seiner Website verkündet, berichtet Golem.de. Am 30. April soll das Angebot komplett und ersatzlos eingestellt werden. Für die Juke-Nutzer werde zumindest eine Übergangslösung geschaffen: Sie sollen den Musikdienst Deezer drei Monate kostenlos abonnieren können. Ein entsprechendes Angebot werde ihnen per E-Mail zugestellt. Juke war im Jahr 2011 vorgestellt worden, konnte sich aber offenbar im harten Wettbewerb mit Spotify und auch Apple Music nicht behaupten.

Facebook entfernt P2P-Zahlungen aus dem Messenger

Facebook-Nutzer können künftig kein Geld mehr über den Messenger an Freunde schicken: Wie TechCrunch berichtet, zieht das Unternehmen die P2P-Payment-Funktion zurück. Bisher war die Funktion nur in den USA, Großbritannien und Frankreich verfügbar. In Europa werde sie nun zum 15. Juni eingestellt, in den USA bleibt sie wohl weiter aktiv. „Nachdem wir untersucht haben, wie wir Menschen die beste Erfahrung im Messenger bieten können, haben wir uns entschieden, unsere Anstrengungen auf die Erfahrungen zu konzentrieren, die sie am nützlichsten finden“, erklärt ein Sprecher. Damit liegt der Schluss nahe, dass die P2P-Zahlungen im Messenger nicht sonderlich häufig genutzt wurden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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