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Konkurrenz für Amazon und Co.

Russischer Online-Händler Wildberries kommt nach Europa

Veröffentlicht: 04.10.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 04.10.2019
Wildberries Schriftzug

Für Amazon, Ebay und Co. könnte die Konkurrenz schon bald um ein Schwergewicht erweitert werden. Wildberries, Russlands größter Online-Händler, expandiert und will den europäischen Markt erobern. In seinem Heimatland konnte der Generalist im vergangenen Jahr bereits einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erwirtschaften, täglich werden im Schnitt rund 400.000 Bestellungen über die Website getätigt. 

Neues Logistikzentrum in der Slowakei

Für die Expansion errichtet Wildberries ein neues Logistikzentrum mit einer Gesamtfläche von rund 300.000 Quadratmetern in der Slowakei. Den Bau wird sich das Unternehmen laut dem Standard rund 200 Millionen Euro kosten lassen. Neben Russland ist Wildberries außerdem in Weißrussland, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien tätig, auch die jetzt angestrebte Expansion war ursprünglich nur auf Polen angelegt. Hier sollte auch das neue Logistikzentrum entstehen. Nach einem Angebot der slowakischen Handelskammer hat sich der russische Online-Händler dann doch umentschieden und die Expansion auf weitere Länder ausgeweitet.

Der Bau des neuen Zentrums wird rund 1,5 Jahre dauern, bereits 2019 soll aber mit dem Verkauf in Europa begonnen werden.

Drei Milliarden Euro Umsatz angestrebt

Wildberries wurde 2004 von Tatjana Bakaltschuk gegründet. Mit den rund zwei Millionen Besuchern pro Tag hat sich der Online-Händler nicht nur zu einem der größten Shops in Russland entwickelt, die Gründerin hat es sogar als zweite Frau geschafft, in die russische Forbes-Milliardärs-Liste aufgenommen zu werden. Nach den Erfolgen im Heimatland sind nun auch die Ziele für Europa durchaus ehrgeizig. In den nächsten fünf Jahren sollen alleine über das neue Logistikzentrum in der Slowakei mehr als drei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet werden.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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