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E-Commerce Germany Report

Amazon nimmt ein Drittel des deutschen Online-Marktes ein

Veröffentlicht: 21.10.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 21.10.2019
Amazon Karton

Amazons Dominanz am deutschen Online-Markt scheint nicht abzureißen. Bereits im ersten Halbjahr 2019 konnte der Online-Händler 37 Prozent des Marktes für sich einnehmen. Insgesamt kommt der US-Konzern hierzulande auf einen Umsatz von schätzungsweise 11,5 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres. Das geht aus dem neuen E-Commerce Germany Report hervor, einer gemeinsamen Analyse von Digital Kompakt, Metoda, der Universität St.Gallen und der Unternehmensberatung Etribes. 

Produktauswahl überzeugt die Kunden

Wie aus der Untersuchung hervorgeht, ist es besonders die große Produktauswahl, durch welche Amazon bei den Kunden überzeugen kann und mit deren Vielfalt die Konkurrenten um Ebay und Zalando nicht mithalten können. Ebenfalls eine sehr hohe Kundenzufriedenheit kann der Online-Riese in den Bereichen Anmelde- und Bestellprozess sowie zuverlässiger Liefer- und Retoure-Service erreichen. Auch die hohe Verfügbarkeit von 75 Prozent an „Prime-fähigen“ Artikeln in der Amazon Buy Box und die damit verbundene schnelle Lieferung spielt für Konsumenten eine wichtige Rolle, sich beim Online-Shopping für Amazon zu entscheiden.

Nach wie vor machen auch die Verkäufer einen wichtigen Teil der Umsätze auf Amazon aus. Im ersten Halbjahr 2019 lag der durchschnittliche Seller-Anteil in der Buy Box mit 57 Prozent bei knapp über der Hälfte.

Kaum Relevanz bei Lebensmittel

Hauptumsatztreiber für Amazon im ersten Halbjahr 2019 in Deutschland waren die Kategorien „Elektronik & Computer“ mit einem Umsatz von 2,64 Mrd. Euro sowie „Küche, Haushalt & Wohnen“ mit  2,09 Mrd. Euro. Besonders der Verkauf von elektronischen Geräten ist für den Online-Händler nach wie vor ein lukratives Geschäft. Hier konnte der US-Konzern einen Marktanteil von 14 Prozent  erreichen.

Laut dem Report gibt es aber auch einen Bereich, in dem der Branchenprimus noch immer schwer zu kämpfen hat. Die Kategorie „Lebensmittel & Getränke“ konnte in den ersten sechs Monaten im Jahr 2019 nur 0,11 Milliarden Euro einnehmen und einen Marktanteil von 0,1 Prozent für sich gewinnen. Diese Zahlen zeigen aber auch, dass der Online-Lebensmitteleinkauf in Deutschland nach wie vor nur sehr zögernd angenommen wird, als dies in anderen Ländern der Fall ist.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#4 öjendorfer 2019-10-26 12:01
Ich glaube auch nicht, dass die angegeben Zahlen für Deutschland stimmen. Es ist sehr schwer zu kontrollieren. Manchmal meint man es läuft nach dem Motto ab "" wer die Musik bestellt bezahlt (bestimmt)"

Die Struktur von ebay was den Seitenaufbau betrift ist besser als bei Amazon, da sie ausschließlich mit Händlern arbeiten. Bei Amazon ist alles so unübersichtlich und jeder hat eine andere Meinung zu einem Produkt. Das verunsichert viele. Oft hat man den Eindruck, das es bei ebay den Händlern besser geht. Sehr oft ließt man in Händlerportalen , dass bei Amazon "Handler aussortiert" werden. (Subjektieve Meinung) Ich bin für das reine ehrliche verkaufen über den Weg:
Händler --(Anzeige in Marktplatz oder eigene shop) -- Kunde. Der Marktplatz sollte nicht viel mehr als ein Werbeportal sein.
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#3 Torsten Wolf 2019-10-21 15:30
Ja, zweifle ich ebenfalls sehr stark an! Ich glaube, hier soll einem am Ende nur vorgegaukelt werden, dass man möglicherweise ja zu den "letzten drei Deppen" gehört, die noch nicht alles und grundsätzlich online kaufen...
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#2 verkäufer 2019-10-21 09:06
es muss noch andere Bereiche geben, bei denen sich Amazon noch nicht so stark aufgestellt sieht, sonst würde uns Amazon nicht fast wöchentlich mit Anrufen nerven und uns sogar den Aufbau des Amazonshops sowie Betrieb für ein halbes Jahr auf ihre Kosten anbieten.
Oder es wird noch jemand benötigt, der die vorhandenen Händler verdrängt.
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#1 RS 2019-10-21 07:55
das hieße, das Gesamtvolumen des Marktes beträgt circa 34 Milliarden.
Das muss ich anzweifeln.
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