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Kampf gegen Bewertungsbetrug

Ebay und Facebook versprechen, mehr gegen den Handel mit gefälschten Bewertungen zu tun

Veröffentlicht: 09.01.2020 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 09.01.2020
Frau gibt Online-Bewertung ab

Gefälschte Bewertungen gehören in der Online-Welt nach wie vor zum Alltag und sind sowohl für Unternehmen als auch für die Kunden bzw. Nutzer ein massives Problem. Da erstaunt es nicht, dass große Unternehmen immer wieder zum Kampf gegen Bewertungsbetrug läuten. – Dies haben nun auch die US-Riesen Ebay und Facebook getan.

Wie TechCrunch berichtet, haben sich die beiden Firmen verpflichtet, künftig noch mehr gegen den Handel mit gefälschten Bewertungen auf ihren Online-Plattformen zu tun. Dieses Versprechen soll allerdings nicht von ungefähr kommen. Wie es weiter heißt, habe die britische Marktaufsichtsbehörde die beiden Unternehmen zuvor unter Druck gesetzt.

Behörde sieht florierenden Handel mit Fake-Bewertungen

Im Juni vergangenen Jahres soll die CMA, die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde im Vereinigten Königreich, Ebay und Facebook gewarnt haben, sich intensiver gegen gefälschte Bewertungen zu stemmen und den Verkauf von Fake-Reviews auf ihren Portalen zu unterbinden. Die Behörde habe demnach „beunruhigende Beweise“ gefunden, die darauf schließen lassen, dass es einen „blühenden Marktplatz für gefälschte und irreführende Online-Rezensionen“ gäbe, heißt es bei TechCrunch weiter.

Auch konkrete Zahlen nannte die CMA im Rahmen ihrer Warnung: Demnach würden bereits mehr als drei Viertel aller Käufer in Großbritannien bei ihren Online-Käufen von entsprechenden Bewertungen beeinflusst werden. Zudem würden Kunden Jahr für Jahr Milliarden von Pfund aufgrund von positiv gepushten Produkten oder Dienstleistungen ausgegeben und dies wiederum verleiht dem illegalen Handel mit gefälschten Bewertungen auch weiterhin Aufschwung.

Ebay und Facebook setzen auf bessere Systeme

Mittlerweile haben beide Unternehmen bereits auf die Warnung der CMA reagiert: Nach aktuellem Stand habe Facebook laut CMA mittlerweile fast 190 Gruppen entfernt sowie 24 Benutzerkonten deaktiviert. Auch Ebay habe zur Maßnahme der Kontensperrung gegriffen und 140 Nutzer dauerhaft ausgeschlossen.

„Die Regulierungsbehörde sagte, dass beide Unternehmen sich nun verpflichtet haben, Maßnahmen zu ergreifen, um den Handel mit gefälschten Bewertungen ,besser zu identifizieren, zu untersuchen und darauf zu reagieren‘ und um das Auftauchen solcher Inhalte in Zukunft zu verhindern“, schreibt TechCrunch. 

Facebook wolle in diesem Zuge robustere Systeme einführen, um den Handel mit gefälschten Bewertungen zu bekämpfen. Ebay setze hingegen auf eine Optimierung bereits bestehender Filter.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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