Teilen Teilen Kommentare Drucken
Kurzmeldung

Ebay schwächelt im Weihnachtsquartal – Umsatz und Gewinne sinken

Veröffentlicht: 29.01.2020 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 29.01.2020
Ebay präsentiert Zahlen: Logo vor der Ebay-Firmenzentrale in San Jose

Im weihnachtlichen Quartal liefen die Geschäfte für den Online-Riesen Ebay weniger gut als erwartet. Das Unternehmen aus dem kalifornischen San José hat seine aktuelle Bilanz vorgelegt und offenbart darin fallende Erlöse: Diese sackten in den letzten drei Monaten 2019 mit Blick auf das Vorjahr um zwei Prozent auf insgesamt 2,8 Milliarden Dollar ab. Im Vorjahreszeitraum hatten sie nach Angaben von Finanzen.net noch bei 2,88 Milliarden US-Dollar gelegen.

Ebay mit mäßigen Aussichten

Ein deutlich größeres Minus verbuchte Ebay beim Überschuss: Die Gewinne schrumpften um 27 Prozent und erreichten damit nur noch einen Wert von 558 Millionen Dollar. Allerdings hatten die Analysten weniger erwartet, sodass Ebay an dieser Stelle die Erwartungen übertroffen habe.

Und auch die Aussichten auf die Geschäfte des laufenden Quartals sind recht verhalten: „Das Unternehmen, dem der scharfe Wettbewerb mit Rivalen wie Amazon oder Alibaba schon länger zusetzt, stellte einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Dollar in Aussicht“, heißt es beim Handelsblatt. Die Zahlen und Prognosen des Konzerns machten sich auch auf dem Börsenparkett bemerkbar: Nach Börsenschluss verlor die Ebay-Aktie zwischenzeitlich mehr als vier Prozent.

Über die Autorin

Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Tina Plewinski

Kommentare  

#3 Roland Baer 2020-01-29 18:46
Die Politik Ebay zeigt, dass Ebay ökonomischen Selbstmord begeht.
Produktdatenbanken sind Dorfliga- Niveau.
In der Produktsuche in Google oder Preissuchmaschi nen werden Ebay Angebote oft nicht aufgelistet.
Einstellen zu aufwendig.
Zitieren
#2 Fred Feuerstein 2020-01-29 11:16
Ich kann Tom nur zustimmen.

Auch wir haben vor 6 Jahren noch 90% des Umsatzes über ebay generiert. Als ebay dann die Rechte-Übertrag ung an Bildern etc. forderte, haben wir uns von ebay komplett zurückgezogen. Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen und tat auch weh, aber im nachhinein sind wir jetzt von ebay unabhängig und das ist gut so.

Zwischenzeitlic h haben wir wieder einen Teil unserer Waren auf Ebay, macht aber gerade mal noch 3% unseres Umsatzes aus.

Wenn ebay die Zwangs-Zahlungs abwicklung einführt, sind wir wieder komplett weg. Die bisherige eigenständige Zahlungsabwickl ung ist momentan das letzte verbliebene Argument für ebay.
Zitieren
#1 Tom 2020-01-29 08:59
Wen wundert es?

Blödsinnige Änderungen, Zwang zur eBay-Zahlungsab wicklung, Vertreibung der Käufer auf andere Plattformen, 0,00% Kundenservice - Fragen werden vom Callcenter weggebügelt, oder gar nicht mehr beantwortet - berechtigte negative Bewertungen werden vom "Kundenservice" gelöscht, damit auch "zweifelhafte Händler" Ihren guten Ruf wahren und Käufer reihenweise in die Falle gehen.
Die sogenannte "Mängelliste" ist korrekt bezeichnet, den bei uns ist JEDER aufgeführte Mangel beweisbar nicht vorhanden - das heisst, wir interpretieren die "Mängelliste" in der Art, dass eBay aufzeigt, wo die Plattform "Mängel" hat - die Liste an sich hat eBay in keinster Weise unter Kontrolle! Spricht man den "Kundenservice" darauf an, antwortet dieser ein- bis zweimal, ohne die Fehler zu beheben.

EBay war mal eine tolle Plattform und ist die letzten 10 Jahre Jahr für Jahr schlechter geworden. Während wir früher 90 % unseres Umsatzes generieren, ist es derzeit noch 0,8 %!
Käufer kaufen lieber teurer auf anderen Plattformen, als sich mühsam bei eBay das beste Angebot zu suchen, weil es eBay verschachtelt und die Angebote der Händler zeigt, die das meiste investieren.

Ich haben den Absturz eBays bereits vor über 10 Jahren prognostiziert - dies wird auch nicht das Ende sein - eBay wird noch weiter abstürzen, bis es völlig in der Bedeutungslosig keit verschwunden ist.

Schade für eBay - aber absolut voraussehbar!
Zitieren

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.