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Ecom-Studie über D-A-CH-Region

Zahl der Online-Marktplätze hat sich in fünf Jahren verdoppelt

Veröffentlicht: 29.01.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 30.01.2020
Marktplätze

Amazon und Ebay kennt jeder – aber schon mal was von Yatego oder Zazzle gehört? Der Bedarf an Online-Marktplätzen scheint trotz Amazons Dominanz immer noch nicht gedeckt. Seit 2014 sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt 92 dazugekommen, wie eine Studie von Ecom Consulting zeigt. Die Zahl der Online-Marktplätze ist im D-A-CH-Raum demnach in den vergangenen fünf Jahren von 81 auf 173 gestiegen und hat sich somit mehr als verdoppelt.

Über 135 Marktplätze im B2C-Bereich

Ecom Consulting zählt dazu sowohl Marktplätze für den B2C-, C2C- und B2B-Handel sowie Preisvergleichsportale und Social- bzw. Content-Commerce-Plattformen. Die meisten Online-Marktplätze konkurrieren im B2C-Bereich, dort sind es allein über 135 Anbieter, im C2C-Segment immerhin noch über 45. Dabei streben viele der neuen Online-Marktplätze das gleiche Prinzip wie Amazon an und sind selbst sowohl Betreiber als auch Händler auf ihrem eigenen Marktplatz. Ein Drittel der Anbieter verkaufen demnach eigene Ware, der Anteil dieser Online-Marktplätze ist in den fünf Jahren um über 50 Prozent gestiegen. 

Das Problem des Marktplatz-Trends 

Als Grund für das Marktplatz-Wachstum im D-A-CH-Raum sehen die Experten drei Faktoren. Zum einen kommen ganz neue Anbieter wie ManoMano, Wucato oder About You dazu. Hinzu expandieren auch internationale Player wie Joom, Fruugo, Letgo oder La Redoute. Außerdem erweitern immer mehr bestehende Online-Unternehmen ihr Geschäft um einen eigenen Marktplatz, wie in Deutschland zuletzt etwa Douglas. Allerdings sehen die Experten das Wachstum der eigenen Marktplätze auch kritisch: Viele neue Marktplätze entstünden nicht „aus einer Position der Stärke“, Anbieter würden „gezwungenermaßen auf den Marktplatzzug“ aufspringen, heißt es im Bericht.

Online-Marktplätze sind „Fluch und Segen“

„Für Händler und Markenhersteller bedeutet die entstandene Marktplatzlandschaft Fluch und Segen zugleich“, erklärt Co-Studienautor Christian Driehaus. Ein Marktplatz biete zwar mehr Reichweite – allerdings müsse man den richtigen erst finden. Außerdem sei der Aufwand und das Risiko bei Technikinvestitionen, Working Capital oder Fulfillment-Komplexitäten mit der Anzahl der Player exponentiell gestiegen, heißt es. Viele der neuen Marktplätze hätten auch noch deutliche Schwächen, unter anderem bei der Kundeninteraktion und den Bewertungssystemen. OnlinehändlerNews hat die Vor- und Nachteile kleinerer Online-Marktplätze bereits einmal unter die Lupe genommen.

Der harte Konkurrenzkampf der Online-Marktplätze zeigt sich auch in den Opfern des Wachstums: So mussten zwischen 2014 und 2019 auch einst bekannte Marktplätze wie Dawanda, Allyouneed, GartenXXL, Plus.de oder Ciao schließen.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Markus Gärtner

Kommentare  

#2 Redaktion 2020-01-30 10:11
Hallo Meikel,

danke für den Hinweis.
Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.

Beste Grüße
die Redaktion
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#1 Meikel 2020-01-30 08:18
https://www.erfahrungen.com/mit/yopedo/

Zitat:
Achtung: Yopedo.de wurde geschlossen. Der nachfolgende Testbericht wird nicht mehr aktualisiert.
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