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Neue Volumenkomponente

Ebay ändert Gebührenmodell für Fulfillment

Veröffentlicht: 02.03.2020 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 03.03.2020
Ebay-Pakete

Im August hob Ebay seinen Logistik-Service Ebay Fulfillment aus der Beta-Phase. Nun hat der Marktplatz den Händlern Neuerungen verfügbar gemacht, die vor allem die Preisgestaltung betreffen. Man habe das Gebührenmodell „anhand von Nutzungsdaten und der Anforderungen an die logistischen Prozesse“ angepasst. Im Klartext heißt das: Auch die Paketgröße ist für den Preis ausschlaggebend. Während man bislang mit einer gewichtsbasierten Abrechnung arbeitete, kommt nun eine Volumenkomponente hinzu.

Im Briefversand wird zwischen „Kompakt“ (bis 50g), „Groß“ (bis 500g) und „Maxi“ (bis 1kg) unterschieden mit Versandgebühren zwischen 1,99 Euro und 3,39 Euro (Preise jeweils ohne Umsatzsteuer). Größere Veränderungen gibt es im Paketversand. Hier unterscheidet Ebay zwischen „Standard“, „Groß“ und „Übergröße“ und fordert innerhalb der Größenordnungen unterschiedliche Gebühren für unterschiedliche Gewichte. Ein Beispiel: Ein 5kg schweres Paket in einer Standard-Verpackung mit einem Versandmaß von maximal 46 x 43 x 15cm kostet 4,99 Euro. Mit einem großen Versandmaß von 100 x 77 x 76cm kostet es 6,99 Euro. Ein Paket mit dem gleichen Gewicht in Übergröße kostet 23,99 Euro.

Teurer? Jein

Ist Fulfillment damit teurer geworden? Jein. Die Einstiegspreise haben sich erhöht. Ein Brief kostete in der günstigsten Variante bislang 1,65 Euro, ein Paket 3,16 Euro. Am äußeren Rand ist das Angebot dafür etwas günstiger geworden. Ein Paket mit einem Gewicht von 31,5kg schlug bislang mit 13,42 Euro zu Buche. Nun kostet es in der „großen“ Variante 12,99 Euro. Ob die neue Preisstruktur für den Händler nun also teurer ist oder nicht, ist entscheidend davon abhängig, wie groß dessen Pakete in der Regel ausfallen.  Die neue Gebührenübersicht finden Händler im Fulfillment-Handbuch.

Weitere Länder und Drittanbieter

Für den internationalen Versand in ausgewählte EU-Länder gelten ebenfalls geänderte Preise, die logischerweise höher ausfallen als beim nationalen Versand. Zu den EU-Ländern zählen aktuell Belgien, Italien, die Niederlande, Österreich und das Vereinigte Königreich. Zudem sind ab sofort auch Frankreich und Spanien dabei. Den Multichannel-Aufschlag hält Ebay mit 0,20 Euro für Standard-Pakete und 0,50 Euro für große Pakete gering.

Nach JTL, Plentymarkets, DreamRobot, Hermes und UPS hat Ebay nun mit Afterbuy den nächsten Technologie-Partner an Bord geholt. Das Angebot kommt bei den Händler offenbar zufriedenstellend an. Nachdem der Service im August 2019 aus der Betaphase geholt wurde, waren etwa 70 Händler bei Ebay Fulfillment aktiv, aktuell sind es 200. Weitere 300 befinden sich außerdem im Onboarding bzw. auf der Warteliste.

Mit den Änderungen einhergehend hat Ebay auch an den AGB geschraubt, die zum 1. April 2020 aktualisiert werden. Die bekannten AGB gelten also nur noch bis zum 31. März. Wer Ebay Fulfillment zu den neuen Bedingungen nicht mehr nutzen möchte, kann der Geltung der neuen AGB innerhalb von vier Wochen widersprechen, erklärt das Unternehmen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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Kommentare  

#1 DJ 2020-03-03 08:55
eBay ist lustig...wie soll das System denn funktionieren wenn die Frachtkosten exorbitant teuer sind?
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