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E-Commerce in China

Ikea startet Flagship Store auf Alibabas Tmall

Veröffentlicht: 11.03.2020 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 12.03.2020
Tmall Ikea

Billy-Regal goes China: Der Möbel-Riese Ikea baut seine Online-Aktivitäten auf Marktplätzen aus und startet auf dem chinesischen Alibaba-Ableger Tmall. Der schwedische Konzern eröffnet dort einen Flagship Store. 

Ikeas China-Strategie mit virtuellem Einrichtungshaus auf Tmall

In dem Webshop können chinesische Online-Kunden aus rund 3.800 Produkten auswählen, heißt es im Alibaba-Blog. „Wir erforschen ständig, wie wir die Einrichtungslösungen und das Sortiment von Ikea zugänglicher machen können, da wir die Ikea-Vision, einen besseren Alltag für viele Menschen zu schaffen, verwirklichen wollen. Die Einführung des virtuellen Einrichtungshauses bei Tmall ist wirklich aufregend und wir glauben, dass es bestehende Vertriebskanäle wie unsere Ikea-Einrichtungshäuser und den E-Commerce ergänzen wird, wenn wir unseren Kunden in China näher kommen“, erklärte Tolga Öncü, Retail Operations Manager der verantwortlichen Ingka Group.

Darum ist China als E-Commerce-Markt so wichtig

China wird für westliche Marken und Unternehmen als Markt immer wichtiger: Allein die onlineaffine und kaufkräftige chinesische Mittelschicht umfasst rund 300 Millionen Menschen – und ein Großteil der chinesischen Online-Shopper hat ein Faible für westliche Marken. Auch der FC Bayern München startete jüngst bei Tmall einen eigenen Flahship Store. „Ikea ist der weltweit führende Einrichtungshändler und wird von vielen chinesischen Verbrauchern geliebt“, sagte Jiang Fan, Präsident von Tmall und Taobao. Ikea betreibt in China außerdem rund 30 stationäre Ikea-Häuser und zwei Konzeptshops.

Allerdings betont der skandinavische Möbel-Händler auch, dass der Tmall-Shop ein Probelauf sei. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Alibaba. Ich bin überzeugt, dass wir aus diesem Test viel lernen werden“, sagte Jon Abrahamsson Ring, Geschäftsführer von Inter Ikea Systems B.V. auf der Ikea-Webseite. Zuletzt hatte Ikea ein ähnliches Projekt gestoppt und in den USA den Verkauf über Amazon eingestellt. Ikea hatte dort seit 2018 aber nur Smart-Home-Beleuchtungsprodukte angeboten. Insgesamt umfasst Ikeas E-Commerce mehr als 50 Märkte weltweit. Gerade in China gibt es aber in Sachen Online-Handel für neue Händler viel zu beachten, wie Elena Gatti vom Beratungsunternehmen Azoya im Interview erläutert.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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