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Ama-Zone

Von Kakteen, Toilettendeckel-Hüten und Genickbruch-Übungen – Amazon versucht’s mit kuriosen Produktbildern

Veröffentlicht: 20.05.2020 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 20.05.2020
Amazon macht Werbung für einen Gürtel: Gürtel auf Kaktus

In der Reihe „Ama-Zone“ grübelt Tina Plewinski über die vielfältige Welt von Amazon: über Vor- und Nachteile des Online-Riesen, neue Entwicklungen, trendige Hypes, die unablässigen Machtbestrebungen des Konzerns und – im aktuellen Teil dieser Reihe – über die jüngste Vorliebe des Unternehmens für kuriose Produktbilder.

Geht es um die Präsentation von Produkten, gehört Amazon zu den absoluten Profis: Ob in Anzeigen oder Werbevideos, auf der hauseigenen Homepage oder direkt auf den Produktseiten – Amazon weiß, wie sich Kunden überzeugen und Umsätze generieren lassen. Und zwar mit hochauflösenden Bildern, ausgeklügelten Szenerien, gut durchdachten Kompositionen, einem hohen Maß an Perfektion und einem untrüglichen Gespür, was den Shoppern gefällt. So kennt man Amazon.

Umso erstaunter war ich in den vergangenen Wochen, als mir Amazon immer mal wieder etwas ungewöhnlichere Fotos präsentierte. Ungewöhnlich nicht, weil sie von minderer Qualität oder einer weniger guten Komposition waren, sondern weil sie mich inhaltlich überraschten.

Nur was für Geübte!

Das erste Bild, über das ich stolperte, war ein Foto für die Produktkategorie „Sportartikel von Umi by Amazon“ auf der Startseite des Marktplatzes. In halsbrecherischer Manier räkelte sich dort eine offensichtlich erfahrene Sportlerin auf einem Gymnastikball. 

Amazon KurioseBilder Yoga Ball

Ich stellte mir kurz vor, wie ich versuchen würde, diese yoga-eske Position nachzuahmen, kläglich scheiterte und mir dabei leider das Genick brach… Mhmm… Vielleicht ist das Bild an sich gar nicht kurios, sondern wirkt nur auf mich und aufgrund fehlender akrobatischer Kompetenzen wie ein Kuriosum.

Bereit zur Kaktus-Besteigung!

Als ich wenig später jedoch auf das Bild einer Dame traf, die einen Hut in Form eines Toilettendeckels trug, erschien mir die Bilderwahl dann doch etwas eigentümlich. Natürlich könnte mir auch hier jeglicher Sinn für modische Highlights abgesprochen werden und das wäre auch okay … aber mal ehrlich! Ein Toilettendeckel?! Oder eventuell auch ein Ufo …

Amazon KurioseBilder Toilettendeckel Hut

Ich hielt die Augen weiter offen und wurde nicht enttäuscht: Denn ich fand Schuhe und Gürtel auf Kakteen in einem Wüsten-Setting oder auch einen Hund, der in Schuhen schnüffelt – und zwar nicht in der Kategorie „Hund“ oder „Haustier“, sondern als Kategoriebild für Sneaker!

Amazon KurioseBilder Kaktus Guertel

Amazon KurioseBilder Hund Schuhe

Aufbruch in neue Blick-Gefilde

Vielleicht bin ich komisch und empfinde die Bilder anders als andere Shopper, aber ein Gürtel, der sich um einen Kaktus schlängelt, löst bei mir keine Kaufanreize, sondern nur Schmunzeln und Fragezeichen aus. Aber vielleicht ist das auch die Absicht von Amazon. Über mangelnde Bestellungen dürfte sich der Online-Riese nämlich eigentlich nicht beklagen. Und vielleicht geht es auch nur darum, den gewöhnlichen Einheitsbrei bei den Bildern zu durchbrechen, über den wir durch den digitalen Informationsüberfluss einfach jeden Tag hinweg scrollen. Vielleicht geht es darum, die Produktmasse wieder etwas interessanter zu gestalten, selbst mit ungewöhnlicheren Bildern, und dem Nutzer etwas Neues fürs Auge zu geben.

An sich keine schlechte Idee. Denn obwohl ich die Bilder beim Finden kurios und teils absurd fand, haben sie doch mein Interesse geweckt. Und darum geht es doch wohl.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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