Kurzmeldung

Billig-Marktplatz Wish will an die Wall Street

Veröffentlicht: 01.09.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 01.09.2020
Wish

Der Online-Marktplatz Wish ist hierzulande vor allem durch seine Schnäppchen bekannt, die meist von asiatischen Anbietern stammen. Der Billig-Marktplatz ist aufgrund verschiedener Faktoren jedoch mit Vorsicht zu genießen. Trotzdem ist Wish einer der am meisten beachteten neuen Akteure im E-Commerce.

Wish an der US-Börse: IPO oder Direktnotierung?

Jetzt will das US-Unternehmen aus San Francisco an die Börse gehen, wie Business Insider berichtet. Demnach habe der E-Commerce-Marktplatz bei der US-Börsenaufsicht United States Securities and Exchange Commission vertraulich die nötigen Unterlagen für den Börsengang eingereicht. Dabei ist unklar, ob Wish über ein klassisches Initial Public Offering (IPO) oder ein sogenanntes Direct Listing, eine Direktnotierung bzw. einen „kalten Börsengang“, an der Wall Street starten will. Einer der Unterschiede: Bei einem IPO wird das jeweilige Unternehmen beim Börsengang von Investment-Banken unterstützt, die nach dem Start etwa allzu starke Schwankungen des Börsenkurses verhindern und so mögliche Abstürze der Aktie abfangen. Dieser Service ist allerdings recht teuer. Auch Spotify und Slack sind per Direct Listing an der Börse gestartet.

70 Millionen aktive Nutzer

Wishs Wert wurde zuletzt im August 2019 auf rund 11,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben rund 70 Millionen aktive Nutzer und über eine Million registrierte Händler. Von der Coronakrise konnte der Marktplatz wegen der Lieferprobleme aus Asien jedoch weniger profitieren als Amazon, Ebay und Co. Wish wurde 2010 von dem ehemaligen Google-Ingenieur Peter Szulczewski gegründet, der auch heute noch CEO ist. Zu den über 60 Investoren gehören unter anderem General Atlantic, Founders Fund, Legend Capital, Formation 8 und GGV Capital.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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