Der frühe Vogel

Ebay reduziert Gebühren für private Verkäufer – unter einer Voraussetzung

Veröffentlicht: 04.05.2021 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 04.05.2021

2019 hat Ebay seine neue Zahlungsabwicklung in Deutschland ausgerollt, mit dem Ziel, den Zahlungsprozess zu vereinfachen und Kunden mehr Auswahl bei den Payment-Optionen zu geben. Die Neuerung erntete in den letzten Monaten aber auch immer wieder Kritik. Diese ist am Marktplatz scheinbar nicht spurlos vorbeigegangen. „Seit der Einführung der neuen Zahlungsabwicklung haben wir das Feedback unserer privaten Verkäufer, insbesondere zum Verkauf von niedrigpreisigen Artikeln, intensiv verfolgt und möchten darauf reagieren“, heißt es jetzt in einer Mitteilung von Ebay.

Der Konzern reagierte nun und reduziert die Gebühren für private Verkäufer, die an der neuen Zahlungsabwicklung teilnehmen. Seit Januar dieses Jahres ist die Ebay-eigene Zahlungsabwicklung auch in Deutschland für private Verkäuferinnen und Verkäufer geöffnet. Die Neuerung trat gestern, den 03.05.2021 bereits in Kraft. „Für Bestellungen, deren Gesamtbetrag (Artikelpreis + Versandkosten) unter EUR 10,00 liegt, reduzieren wir den fixen Anteil der Verkaufsprovision von EUR 0,35 auf EUR 0,05“, so die genauen Pläne von Ebay.

Genauere Informationen zu den Gebühren für private Verkäufer hat der Marktplatz auf seiner Website zusammengestellt.

Lässt Ebay bald mit Kryptowährung zahlen?

Und noch eine Neuigkeit der Verkaufsplattform aus dem Payment-Bereich: Scheinbar will der US-Konzern sein Zahlungsspektrum künftig noch breiter aufstellen und spielt mit dem Gedanken, auch Digitalgeld wie Bitcoin zu akzeptieren. „Wir sehen uns weiter nach anderen Möglichkeiten wie Kryptowährungen um“, heißt es von Vorstandschef Jamie Iannon laut Heise Online mit Verweis auf den US-Sender CNBC. Dem Marktplatz ist eine Vielzahl an Bezahlmöglichkeiten für seine Kunden wichtig, bereits jetzt werden Payment-Optionen wie etwa Kreditkarte, Lastschrift, Apple Pay, Google Pay und PayPal angeboten.

Lockdown-Lockerungen bescheren Einzelhandel starkes Umsatzplus

Zwar gelten noch immer strikte Regelungen, um das Coronavirus einzudämmen, die ersten zaghaften Lockerungen im März konnten aber zumindestens dem Einzelhandel gute Umsätze bescheren. Durch die Terminshopping-Angebote war es deutschen Konsumenten wieder möglich, in den stationären Läden zu shoppen, was sich in einem deutlichen Plus der Einnahmen von 12,3 Prozent widerspiegelte. Das Wachstum bedeutet im Vergleich zum Vorjahresmonat das zweitstärkste Umsatzplus seit Beginn der Pandemie, wie aus einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Im Vergleich zum Februar konnten die deutschen Einzelhändler ihre Einnahmen um 7,4 Prozent steigern, was das vorausgesagte Plus von 3 Prozent deutlich überschritt, so onvista. Am meisten profitierte, wie zu erwarten, der Online-Handel. Hier gab es ein Umsatzplus von 42,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 

Über die Autorin

Corinna Flemming
Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#29 Wagner 2021-07-20 11:33
Ich habe einen Artikel für 2,00€ verkauft der Versand +Verpackung 2,20€ .
Ich habe von ebay 3,69€ erstattet bekommen.
Habe alle meine eingestellten Artikel auf ebay gelöscht. Das was es für mich bei ebay.
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#28 kurzweil 2021-07-08 22:43
Habe was für 42€ inkl. Versand verkauft und nur 35€ und noch paar Cent bekommen. Außerdem erkennt man überhaupt nicht für welchen Artikel der Betrag sein soll. Ich glaube das wars mit eBay für mich.
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#27 hexer 2021-07-08 00:37
nicht nur dass man auf das Porto die 11 % zahlen muss, wird auch noch ein Dienstleister für das kassieren des Geldes eingesetzt, den ich dann auch noch bezahlen muss.
Bei den Überweisungen sieht man aber nicht für wen die Ware ist und um welchen Artikel es sich handelt.
Meine Verkäufe wurden die ganzen Jahre von den Käufern direkt auf mein Konto eingezahlt und ich hatte nie Probleme.
Finde diese Art und Weise, wie man da unter Druck gesetzt wird nicht gut und werde mich von Ebay verabschieden.
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#26 karle 2021-07-06 16:16
Werde hier bei diesem Laden kündigen .was die für eine Gebühr verlangen ist unter aller Sau...
Etwas verkauft für 15,90 euro inkl.versand ueberwiesen hat ebay 13,80 euro.Ware verk.10 euro versand 5,90 euro
Ebaygebühren satte 2,10 euro !!! die spinnen doch
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#25 Hörlin eberhard 2021-06-10 23:28
20 jahre eBay zum Spaß betrieben. Immer wieder mal nette Kontakte gehabt und mit dem einen oder anderen alten Stück anderen eine Freude bereitet. Die Umstellung lässt das Fass überlaufen , beende meine verkaufstätigke it und wechsle zu Hood. Macht es alle nach dann ist eBay am ende
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#24 Sabine 2021-05-31 17:27
zu Impeerator #20

1.Abschnitt

Diese Unterscheidung kann so nicht richtig sein.
Denn bei uns wird die Ware vom Eigenkapital gekauft, und das Eigenkapital ist versteuerter Gewinn aus Vorjahren (Gewinn abzüglich ESt).
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#23 Sabine 2021-05-31 17:17
zu Impeerator #20
Abschnitt 2

Natürlich zählt der Erlös bei privaten Verkäufen nicht zum Einkommen.
Diesen Erlös muss man somit auch nicht versteuern, da wie Du richtigerweise schreibst, die Anschaffung privat aus versteuertem Einkommen bezahlt wurde.

Abschnitt 3
Ja natürlich müssen wir (außer Kleinunternehme r §19 UStG) Umsatzsteuer auf die Versandkosten berechnen.
Wir müssen sie ja auch abführen. Und sie gehören zum Gesamtumsatz dazu.
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#22 Sabine 2021-05-31 13:53
zu Andreas #12

Wir haben das gleiche Problem mit dem Versand.
Jedoch hast Du vergessen, dass der tatsächliche Paketpreis 5,47 € ein Nettopreis für den Händler ist.
Darauf musst Du ja noch USt draufrechnen (weil Du diese ja an FA abführen musst).
So muss ein Käufer in diesem Fall 6,51 € bei einem Verkäufer bezahlen. Bei DHL bezahlt er, wie Du bereits ausgerechnet hast, viel weniger.

Und wir Händler müssen noch zusätzlich für Kartons den Einkauf und die Entsorgung bezahlen.
Das heißt, die 6,51 € reichen bei Weitem nicht aus.
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#21 Stefan 2021-05-31 13:43
#Impeerator

Der Witz war wirklich gut! Wir im Büro konnten alle nicht mehr aufhören zu lachen.
Und Anfangs dachten wir, dass die Aussage mit Deinem privaten Verlust ernst gemeint war.

Bei uns im Office geht es jetzt nur noch so: "Und wie viel Verlust hast Du heute mit Deiner Fahrkarte gemacht?".
Meine Kollegin: "Ich habe am Wochenende Wäsche aussortiert, Brauchbares für die Kleiderspende und das andere für die Tonne - mein Gott, was für ein Verlust!"
Und dann sagte ein anderer Kollege: "Und was ist eigentlich mit meinen Unterhosen? Die sind doch immer irgendwann 100% Verlust! Verlust vom versteuerten Geld!"

Diesen Joke kannst Du echt noch ausbauen, z.B. mit Verbrauchsmitte ln, wie Nahrung oder Reinigungsmittel.
Das wird noch viel lustiger.
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#20 Impeerator 2021-05-28 14:12
zu Sabine (#18):

Der Unterschied zwischen privat und gewerblich besteht darin, dass ein gewerblicher Händler seine Ware von unversteuertem Geld bezahlt, während der private Verbraucher bereits versteuertes Geld verwendet, um Gebrauchsgegens tände zu kaufen.

Kaufe ich ein Handy für 300 (bereits versteuerten) Euro, benutze es dann und verkaufe es für 100 wieder, habe ich einen Verlust von 200 Euro. Ein Unternehmer würde diese 200 Euro als Abschreibung verbuchen, welche den Gewinn mindern (auch als Gewerbetreibend er kann man gebrauchte Gegenstände wieder verkaufen). Der Privatmensch hat keinen Gewinn, von dem er etwas abschreiben könnte. Müsste ich jetzt die 100 Euro wieder als Einkommen versteuern, wäre ich doppelt besteuert worden. Daher zählt so eine Einnahme nicht als Einkommen. Bei regelmäßiger Gewinnerzielung sähe das anders aus, das wäre dann gewerblich und steuerpflichtig.

Wenn die Versandkosten zum Umsatz dazu zählen würden, müsstest du von deinen Kunden Umsatzsteuer darauf verlangen. Verkaufspreis ist der Warenpreis, Versand kommt obendrauf. Versandkosten sind dazu da (Überraschung), die Versandkosten zu decken. Ich sehe hier überhaupt keine Berechtigung für Ebay, von diesen Versandkosten etwas einzubehalten. Für Ebay entstehen keine Versandkosten.
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