Der frühe Vogel

Amazon-Händler können Retouren und Restposten bald einfacher weiterverkaufen

Veröffentlicht: 04.08.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 04.08.2021
Amazon-Pakete

Amazon-Händler sollen unverkaufte Lagerware und Retouren künftig einfacher weiterverkaufen können, anstatt Produkte vernichten zu müssen. Dafür will Amazon offenbar neue Versand- und Verkaufsoptionen einführen, berichtet die WirtschaftsWoche. So sollen die Händler auf der Plattform die Möglichkeit haben, „mehr Waren zu verkaufen und Lagerkosten zu reduzieren“, hieß es von dem Unternehmen. 

Händler, die das FBA-Programm von Amazon nutzen, haben mittlerweile die Möglichkeit, ihre Waren auch über Amazon Restpostenhändlern anzubieten. Künftig soll noch ein Outlet hinzukommen, über das unbenutzte und unverkaufte Lagerware angeboten werden kann, heißt es bei der WirtschaftsWoche. Amazon zufolge sollen die Händler über das Outlet noch zwischen 60 und 30 Prozent des ursprünglichen Verkaufspreises erhalten können. 

Darüber hinaus öffnet der Online-Marktplatz auch das Amazon Warehouse für die Drittanbieter: Bisher hat Amazon darüber nur Retouren und leicht beschädigte Ware aus dem eigenen Sortiment angeboten, ab 2022 sollen auch deutsche Marketplace-Händler ihre B-Ware und Retouren über diesen Kanal vergünstigt anbieten können. Amazon wolle dafür die Retouren und beschädigten Produkte der Anbieter in den Lagern begutachten und sie entsprechend in die vier Kategorien von „Gebraucht – wie neu“ bis „Gebraucht – akzeptabel“ einordnen. 

Betrüger nutzen gefälschte Anzeigen für Ferienwohnungen

Wer auf der Suche nach einer günstigen Ferienwohnung für den Urlaub ist, muss sich in Acht nehmen: Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt Heise Online zufolge derzeit vor einer neuen Betrugswelle, bei der gefälschte Anzeigen für Ferienwohnungen auf Portalen wie Airbnb, Ebay Kleinanzeigen oder auch Fewo-Direkt geschaltet werden.

Häufig verlangen die Betrüger bei der Buchung sofort die Zahlung der vollständigen Miete anstatt einer Anzahlung. Häufig fehlen auch Name, Anschrift und Telefonnummer des Vermieters in der Anzeige. Vorsicht sei zudem geboten, wenn der Kontakt die weitere Kommunikation abseits der Buchungsplattform führen will. 

Bolt: Ride-Hailing-Anbieter will jetzt auch Einkäufe liefern

Das estnische StartUp Bolt ist vor allem für seine E-Scooter bekannt, will jetzt aber auch in anderen Branchen angreifen. Nachdem das Unternehmen eine Investition in Höhe von 600 Millionen Euro erhalten hat, will es nun einen Lebensmittel-Lieferdienst namens Bolt Market starten, berichtet t3n

Bolt wolle dabei direkt in zehn Märkten durchstarten und verspricht eine Lieferung in nur 15 Minuten. Damit tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zum mittlerweile umstrittenen Lieferdienst Gorillas. Für Bolt stellt das frische Kapital einen Neustart dar: Aufgrund der Coronapandemie musste das Unternehmen sich auf zahlreichen Märkten zurückziehen. Heute sei man „ein völlig neues Unternehmen“.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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