Der frühe Vogel

Amazon und Ebay dominieren den Crossborder-Commerce

Veröffentlicht: 23.09.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 23.09.2021
Marktplatz-Apps auf einem Smartphone

Marktplätze nehmen eine immer größere Rolle im europäischen E-Commerce ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Netzwerk- und Wissensplattform Cross-Border Commerce Europe. Demnach wurden in der Studie die 100 größten Marktplätze Europas untersucht – mit interessanten Erkenntnissen in der Liste der zehn größten Crossborder-Plattformen.

Demnach belegt Ebay den ersten Platz, gefolgt von AliExpress und Amazon. Wie die Internet World berichtet, tragen Amazon und Ebay den Löwenanteil des grenzüberschreitenden Handels: Mehr als die Hälfte des gesamten Marktvolumens entfällt auf diese beiden Plattformen. Amazon landet trotz größerer Gesamtumsätze nur auf dem dritten Platz im Ranking, weil hier der Anteil des Umsatzes, der durch Dritthändler auf dem Marktplatz gemacht wird, betrachtet wurde. 

Im Ranking zeichnet sich zudem ein wichtiger Trend ab: Secondhand- und C2C-Marktplätze gewinnen stärker an Bedeutung. So konnte sich Vinted im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze verbessern. Auch das niederländische Kleinanzeigen-Portal OLX schafft den Sprung in die Top 10. 

Das sind die Top 10 der in Europa tätigen Online-Plattformen:

  1. Ebay (USA)
  2. AliExpress (China)
  3. Amazon (USA)
  4. Etsy (USA)
  5. Vinted (Litauen)
  6. OLX (Niederlande)
  7. Wish (USA)
  8. Discogs (USA)
  9. Zalando (Deutschland)
  10. Uber Eats (USA)

Facebook: Gebeutelt von Apples Tracking-Opt-In

Apple hat mit iOS 14.5 neue Privatsphäre-Einstellungen umgesetzt, mit denen Nutzer verbieten können, dass ihre Aktivitäten getrackt werden können. Diese Neuerung setzt offenbar vor allem Facebook zu: Das Netzwerk könne deutlich schlechter personalisierte Werbeanzeigen ausspielen, berichtet t3n. Die Conversion-Rate der Werbeanzeigen sei zudem stärker als erwartet gesunken.

Die Facebook-Aktie reagierte empfindlich auf diese Entwicklung und gab um gut vier Prozent nach. Nun versucht Facebook, seine Werbekunden zu beruhigen: Die niedrigeren Zahlen seien auch darauf zurückzuführen, dass Facebook zu wenig über die Entwicklung der Conversions berichtet hätte. 

US-Regierung prüft Zoom-Deal

Zoom will den Callcenter-Spezialisten Five9 übernehmen und sich damit in diesem Geschäftsbereich etablieren. Doch die US-Regierung prüft die Übernahme akribisch, berichtet der Spiegel. Es werde untersucht, ob der Deal Risiken für die nationale Sicherheit der USA berge, heißt es in Unterlagen der Telekom-Aufsicht FCC. 

Unklar ist, welche Gefahren genau die Regierung bei der Übernahme vermutet. Zoom selbst wies allerdings darauf hin, dass Five9 Entwickler und Geschäft in Russland habe. Der Deal könnte also politischen Risiken ausgesetzt sein. Medienberichte sprechen aber auch davon, dass Verbindungen von Zoom nach China Auslöser der Untersuchung sein könnten.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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