„Buy with Prime“

Amazon bietet FBA-Händlern Prime-Funktionen im eigenen Webshop

Veröffentlicht: 21.04.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 22.06.2022
Webshop mit Buy with Prime

Amazon erweitert seinen Prime-Versand: Online-Händler, die das Fulfillment by Amazon nutzen, können die Möglichkeiten von Prime bald auch für den eigenen Webshop nutzen, kündigt das Unternehmen an. Der neue Dienst „Buy with Prime“ ist zunächst nur auf Einladung verfügbar, soll aber bis Ende des Jahres für alle Händler kommen – auch für Händler, die gar nicht über Amazon verkaufen.

So funktioniert Amazons neues „Buy with Prime“

Prime-Kunden, die im Online-Shop des Händlers bestellen wollen, sehen dort die für Prime gekennzeichneten Produkte und können beim Checkout die Daten ihres Amazon-Kontos nutzen. So erhalten sie die gängigen Vorteile wie kostenlosen Versand und Rücksendungen und Händler können von der hohen Kundenbindung des Amazon-Dienstes und der überdurchschnittlichen Kauflust der Prime-Nutzer profitieren. Bisher konnte man Prime nur über den jeweiligen Amazon-Marktplatz nutzen. Weltweit hat Amazon über 200 Millionen Prime-Kunden, den Großteil davon in den USA.

Das sind die Vorteile für Prime-Nutzer und Händler

„Mit der Einführung von ‚Buy with Prime‘ expandieren wir dahin, wo Mitglieder über Amazon hinaus vertrauenswürdige und praktische Prime-Einkaufsvorteile genießen können, was ihrer Mitgliedschaft noch mehr Wert verleiht“, erklärt Jamil Ghani, Vizepräsident von Amazon Prime. Peter Larsen, Amazons Vice President des neuen Services, ergänzt: „Händlern zu ermöglichen, Prime-Shopping-Vorteile in ihren eigenen Direct-to-Consumer-Online-Shops anzubieten, ist ein spannender nächster Schritt in unserer Mission, Händlern jeder Größe dabei zu helfen, ihr Geschäft auszubauen – egal ob auf Amazon oder darüber hinaus. Mit Käufern, die direkt in den Online-Shops von Händlern einkaufen, wird ‚Buy with Prime‘ es Händlern ermöglichen, Kundenbeziehungen und Markenloyalität aufzubauen und gleichzeitig umsatzsteigernde Vorteile wie schnellen, kostenlosen Versand anzubieten.“

„Buy with Prime“ soll mit fast allen Shop-Systemen funktionieren. Händler, die Amazons Fulfillment-Dienst FBA nutzen, sollen den neuen Dienst in nur wenigen Minuten in ihren eigenen Shop integrieren können, heißt es. Weitere Informationen zu dem neuen Amazon-Service „Buy with Prime“ gibt es auf der Webseite. Die Kosten dafür setzen sich zusammen aus einer Servicegebühr, einer Zahlungsabwicklungsgebühr sowie Erfüllungs- und Lagergebühren, die pro Einheit berechnet werden.

Das neue Angebot könnte für Amazon ein lukrativer Service werden, schätzt Bob O’Donnell von Technalysis Research bei cnbc.com. Dabei greift Amazon mit dem neuen Projekt weiter auch die etablierten Paket-Dienstleister wie UPS und FedEx an. „Sie haben dieses riesige Logistikunternehmen ursprünglich für ihre eigenen Zwecke aufgebaut und fangen jetzt an, es als eigenen Service zu nutzen“, so O’Donnell.

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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