Der frühe Vogel

Hunderte Betrugs- und Phishing-Seiten lauern zum Amazon Prime Day

Veröffentlicht: 13.07.2022 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 19.07.2022
Prime-Logo auf einem Karton

Der Amazon Prime Day ist in vollem Gange und wird auch heute nochmal Kunden mit zahlreichen Angeboten locken. Allerdings sollten Schnäppchenjäger auch Vorsicht walten lassen, denn Kriminelle versuchen, das Shopping-Event gezielt für sich zu nutzen und in diesem Rahmen an sensible Kundendaten zu kommen. 

Das belegt eine Analyse des Sicherheitsexperten AtlasVPN: IT-Forscher des Unternehmens haben Daten rund um gefährliche Phishing- und Betrugsseiten gesammelt und zum Start von Amazons Prime Day knapp 900 aktive Amazon-Phishing-Seiten gefunden.

„Amazon sei demnach die meist imitierte Handelsmarke unter den Phishingseiten. In den vergangenen 90 Tagen hätten sich 1.633 verdächtige Webseiten gefunden“, schreibt Heise Online über die Analyse. Dass die Experten dieser Tage zahlenmäßig etwas weniger gefährliche Seiten registriert haben, liege demnach daran, dass einige Phishing- und Betrugsseiten mittlerweile von den Betrügern selbst oder im Rahmen von Sicherheitsmaßnahmen offline genommen wurden. Andere Marken, die ebenfalls von Kriminellen missbraucht werden, seien im Vergleich mit Amazon „weit abgeschlagen“, heißt es weiter. Explizit genannt werden etwa Labels wie Walmart und Alibaba, UGG oder Nike.

Nutzern wird geraten, sich Seiten, auf denen sie sich bewegen und shoppen, genau anzuschauen: Hohe Rankings bei Google sind nicht zwangsläufig ungefährlich, da Betrüger Google Ads missbrauchen könnten, um ihre Phishing- und Betrugsseiten in den Suchergebnissen zu pushen. Auch Rechtschreib- und Grammatikfehler oder merkwürdige Angaben in den Adressen im Webbrowser sollten Userinnen und User stutzig machen.

Amazon ermutigt Kunden, Betrugsfälle zu melden [Update vom 14.07.2022] 

Gegenüber OnlinehändlerNews verwies ein Sprecher von Amazon darauf, dass Kundinnen und Kunden stets die Möglichkeit haben, sich in Verdachtsfällen an Amazon zu wenden: „Betrüger, die versuchen, sich als Amazon auszugeben, gefährden unsere Kund:innen und unsere Marke. Obwohl diese Betrugsmaschen außerhalb unseres Stores erfolgen, werden wir weiterhin in den Schutz unserer Kund:innen investieren und die Öffentlichkeit darüber aufklären, wie sie sich vor Betrug schützen können. Wir ermutigen Kund:innen, uns potenzielle Betrugsfälle zu melden, damit wir ihre Konten schützen und Tatverdächtige den Strafverfolgungsbehörden melden können, um die Sicherheit der Kund:innen zu gewährleisten.“

Darüber hinaus verwies der Marktplatzbetreiber auch auf entsprechende Hilfeseiten, auf denen sich Verbraucherinnen und Verbraucher darüber informieren können, wie man Betrug im Namen von Amazon erkennen und auch melden kann.

Home24 öffnet sich für Dritthändler

Bereits im Frühling dieses Jahres hatte der Möbelhändler Home24 angekündigt, sich Richtung Marktplatz entwickeln zu wollen und demzufolge auch Dritthändlern den Zugang zum eigenen Portal zu ermöglichen. Diese Ankündigung wird nun in die Tat umgesetzt: Zum Start des kuratierten Marktplatzes in Deutschland stehen den Kundinnen und Kunden mehr als 100.000 Produkte von etwa 100 Dritthändlern zur Verfügung, die das bestehende Angebot von Home24 erweitern, das rund 150.000 Artikel umfasst. Im weiteren Verlauf des Jahres will das Unternehmen seine Marktplatz-Strategie auch in weitere europäische Märkte bringen.

„Mit dem Marktplatz stellen wir unser Angebot breiter auf und können Kundinnen und Kunden ein noch wertvolleres Einkaufserlebnis in kompletten Raumwelten bieten“, wird Home24-CEO Marc Appelhoff bei der InternetWorld zitiert. „Gleichzeitig legen wir großen Wert auf die Zuverlässigkeit, Qualität und Expertise der Marktplatzhändler. Home24 gibt seinen Kundinnen und Kunden damit weiterhin das gewohnte Serviceversprechen.“

Auch bisher hatte Home24 schon mit Dritthändlern zusammengearbeitet, wobei der Möbelhändler die Distribution der fremden Waren übernommen hatte. Mit der Entwicklung zum kuratierten Marktplatz übernehmen die externen Verkäufer nun selbst Faktoren wie Logistik und Kundenservice oder auch die Rechnungsabwicklung.

Tamaris wird zum Modeanbieter

Auch der Modehändler Tamaris entwickelt sich weiter, indem er seine erste Modekollektion herausbringt. Erstmals zur kommenden Frühjahrs-/Sommersaison wird das Unternehmen eigene Bekleidung und Accessoires anbieten und somit einen Schritt hin zur Lifestylemarke gehen, berichtet FashionNetwork. Die Kleidung ist dabei auf Vielfältigkeit ausgelegt – von Stücken fürs bequeme Homeoffice bis hin zu glamourösen Abendoutfits.

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Über die Autorin

Tina Plewinski
Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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