Der frühe Vogel

Finanzierungslösung: Ebay bietet jetzt auch Händler-Kredite an

Veröffentlicht: 07.09.2022 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 07.09.2022
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Ebay bietet gemeinsam mit dem Online-Kreditanbieter Iwoca eine neue Finanzierungslösung für Händler auf seiner Plattform. Wie das Unternehmen mitteilt, soll durch das „Ebay Flexi-Kapital“ genannte Angebot ein „direkter, unkomplizierter und schneller Zugang zu kurzfristigen Betriebsmittelkrediten“ ermöglicht werden. Der mögliche Kreditrahmen liegt dabei im Bereich von 2.500 bis zu einer Million Euro.

Die Genehmigung der Kredite wollen Ebay und Iwoca hauptsächlich über einen automatisierten Prozess realisieren. Damit stünden Händlern die Gelder in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach der Anfrage zur Verfügung, verspricht der Marktplatz. Auf Zinsen werde bei „Ebay Flexi-Kapital“ verzichtet, stattdessen zahlen Kreditnehmer eine einmalige Festgebühr. Die Rückzahlung der Kredite sei an den Umsatz auf Ebay gekoppelt und damit ebenfalls flexibel gestaltet – fallen die Umsätze einmal niedriger aus, verringert sich auch die Rückzahlungsrate in dem betreffenden Monat entsprechend. 

„Dank des neuen Kreditangebots und der nahtlosen Integration in unsere Plattform holen wir unsere gewerblichen Verkäufer:innen dort ab, wo sie ihr Geschäft betreiben“, erklärt Oliver Klinck, Chef von Ebay Deutschland. „So schaffen wir gerade in Zeiten eines dynamischeren Marktumfeldes mehr denn je die nötige Flexibilität, um Lieferschwierigkeiten oder steigenden Energiepreisen zu begegnen.“

Ebay ist nicht der erste Anbieter, der angeschlossene Händler mit einer Finanzierungslösung untersützen will: Auch Ebays Konkurrent Amazon und der Payment-Anbieter PayPal haben beispielsweise bereits Kreditangebote auf dem Markt, bei denen die Rückzahlung direkt über die Handelsumsätze realisiert wird. 

Klarna-Mitarbeiter wählen Betriebsrat

Nachdem der Payment-Dienstleister Klarna mehrere Hundert Stellen streichen musste, haben die Mitarbeiter im Juni einen Betriebsrat gewählt, der nach Informationen von Finance Forward jetzt seine Arbeit aufgenommen hat. Klarna habe das gegenüber dem Magazin ebenfalls bestätigt und betonte, den Prozess „von Anfang an unterstützt“ zu haben. 

An der Wahl des Betriebsrats hätten etwa 200 Mitarbeiter teilgenommen. Alle Beschäftigten von Klarna, abgesehen von den leitenden Positionen, seien stimmberechtigt gewesen, so das Unternehmen. 

TikTok-Mutter setzt im Gaming-Bereich den Rotstift an

ByteDance hatte in den Videospielbereich investiert, um sich breiter aufzustellen. Nun hat die TikTok-Mutter diese Abteilung allerdings „aggressiv verkleinert“, wie die South China Morning Post laut t3n berichtet. Hunderte Mitarbeiter sollen demnach entlassen werden, vor allem im Wushuang Studio in Shanghai. 

Grund für diesen Schritt könnte nach Ansicht von Experten die immer stärkere Zensur Chinas im Gaming-Bereich sein. Die Maßnahmen betreffen mittlerweile sowohl die Story der Videospiele als auch Charaktere und Kostüme. So sei unter anderem die „Verweiblichung“ männlicher Figuren nicht gerne gesehen.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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