Der frühe Vogel

Ebay Kleinanzeigen führt „Direkt Kaufen“-Funktion ein

Veröffentlicht: 21.09.2022 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 21.09.2022
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„Was letzte Preis?“ – dieser berühmte Satz, der vielen Nutzerinnen und Nutzern von Ebay Kleinanzeigen wohl bekannt ist, könnte auf der Plattform bald weniger häufig fallen: Das Kleinanzeigenportal führt ab sofort die neue Online-Shopping-Funktion „Direkt Kaufen“ ein. Über diese Option können private Käufer und Verkäufer ihr Geschäft prompt abwickeln, ohne vorher Kontakt haben zu müssen. 

Die Funktion steht ab sofort in allen Kategorien zur Verfügung, wo üblicherweise versandfähige Waren angeboten werden – und wenn der Verkäufer sie ausgewählt hat. In diesem Fall wird die Option beim Aufrufen eines Angebots angezeigt. Zur Pflicht werde sie aber nicht, teilt das Unternehmen mit – auch weiter können beide Parteien über Preise verhandeln und sich zum Produkt austauschen. „Bei all den Vorteilen von ‚Direkt kaufen‘ ist es uns wichtig, dass unsere Nutzer stets die Wahl haben“, so Paul Heimann, CEO von Ebay Kleinanzeigen. 

Die Direktkauf-Option soll helfen, den Kaufprozess deutlich kürzer und attraktiver zu gestalten. Im Anschluss könne auch die Versandart gewählt und die Möglichkeit „Sicher bezahlen“ verwendet werden. „Wir wollen eine echte Alternative zum klassischen E-Commerce bieten“, so Heimann. Aus diesem Grund können künftig auch Artikel im Wert von 2.000 Euro statt bislang 1.000 Euro über die Bezahlfunktion erworben werden.

Erzeugerpreise steigen auf Rekordhoch

Hersteller von gewerblichen Waren verlangen deutlich mehr Geld: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind im August dieses Jahres 45,8 Prozent höher ausgefallen als noch im August 2021. Dies sei der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Erzeugerpreise gelten als ein Indikator dafür, wie sich künftig die Verbraucherpreise entwickeln. 

Der größte Treiber für den Anstieg der Herstellerpreise sei die Preisentwicklung bei Energie, infolge derer sich auch die Kosten für Vorleistungs-, Investitions-, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter deutlich erhöht hätten, heißt es weiter. Die Energiepreise waren im August 2022 im Durchschnitt 139 Prozent höher als im Vorjahresmonat, im Vergleich zum Juli dieses Jahres stiegen sie allein um rund ein Fünftel. 

Nahrungsmittel waren im letzten Monat bereits 22,3 Prozent teurer als im Vorjahr – unter anderem für Butter, Öle, Milch, Kaffee sowie Fleisch muss deutlich mehr gezahlt werden. Bei Gebrauchsgütern stiegen vor allem die Preise für Möbel.

Starke Preissteigerungen im Apple App Store

Ab dem 5. Oktober werden Anwendungen, die über den App Store des Tech-Konzerns bezogen werden können, deutlich im Preis steigen. Das gelte auch für In-App-Käufe, automatisch verlängerbare Abonnements seien hingegen ausgenommen, wie Apple jetzt nach Angaben der FAZ in einem Schreiben an App-Entwickler bekannt gab. Demnach sollen die Preise im Schnitt um etwa 20 Prozent erhöht werden. Der App Store gilt als wichtige Einkommensquelle für Apple. Abseits von hohen Steuerzahlungen in Vietnam habe der iPhone-Hersteller keine Gründe für die Kostensteigerungen genannt. Sie seien aber wahrscheinlich auf die Inflation und den starken Dollar zurückzuführen.

Über die Autorin

Hanna Behn
Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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Kommentare  

#1 lux 2022-09-21 10:23
„Bei all den Vorteilen von ‚Direkt kaufen‘ ist es uns wichtig, dass unsere Nutzer stets die Wahl haben“ (so Paul Heimann, CEO von Ebay Kleinanzeigen.)

So richtig "wichtig" scheint das nicht zu sein. So fällt z.B. auf, dass das Telefonnummernf eld aus Privatanzeigen entfernt wurde und wenn man Nachrichten mit Rufnummer schickt, eine Warnung angezeigt wird. Das scheinheilige und unangemessen angstverbreiten de Argument: "Schutz der Privatsphäre". Als wenn die Leute nicht selbst in der Lage wären, das Feld leer zu lassen, wenn sie keine Nummer anzeigen möchten. Ich habe zumindest keine Angst um meine Privatsphäre, wenn mich ein Kaufinteressent anruft.
Äußerst unpraktikabel sind die Anzeigen nun. Wenn man ein tolles Angebot findet, kann man nicht einfach schnell anrufen um noch ein paar Fragen zu stellen, oder es sich zu sichern. Man muß darauf warten, dass die Nachricht gesehen und beantwortet werden. Das kann dauern, wenn überhaupt eine Rückmeldung kommt.

Man kann zwar die Rufnummer in den Text schreiben, aber dran denkt kaum jemand und viele Leute lassen sich von Warnungen ala "Privatsphäre" wirklich Angst einflössen.

Dabei geht es dem Betreiber mit den Einschränkungen vorrangig darum, die Nutzer näher an die monetarisierten Funktionen der Platform heranzuführen, also auch endlich Geld an den Transaktionen durch Gebühren zu verdienen. Dabei ist die Gebührenfreihei t doch gerade das, was die Plattform für viele erst interessant macht. Interessant für Verkäufer, weil sie ohne Gebührenrisiko anbieten können. Interessant für Käufer, weil sie so Artikel finden, die sie sonst nirgends finden, oder nicht zu diesem Preis finden ...

Neue Funktionen würde ich nicht ablehnen. Eine Gängelung dahin und eine damit einhergehende Verschlechterun g des der Nutzererfahrung aber durchaus.

Abgesehen davon sind Angebote mit direkter Kaufmöglichkeit rechtlich vollkommen anders zu bewerten als Kleinanzeigen. Die Anforderungen sind dann wesentlich höher, woraus sich jetzt auch dort ein erhöhtes Abmahnrisiko ergibt.
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