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Kolumne: Hochwasser und Amazon auf allen Kanälen

Veröffentlicht: 07.06.2013 | Autor: Anja Günther | Letzte Aktualisierung: 07.06.2013 | Gelesen: 4339 mal

In dieser Woche dominierte das Hochwasser in Deutschland die Schlagzeilen. Auch die Giganten des E-Commerce waren um Händler und Pakete besorgt und warnten auf ihren Seiten vor möglichen Einschränkungen bei der Lieferung von Produkten an Endkunden. Sowohl eBay als auch Amazon informierten Kunden und Händler, dass es in einigen Regionen zu Verzögerungen bei der Lieferung kommen kann.

Amazon teilte seinen Händlern mit, wie sie sich in dieser Katastrophensituation vor massiven Einbrüchen bei Versand und Kundenbewertung schützen können. Falls Lieferversprechen gegenüber Kunden nicht eingehalten werden können, bestehe die Möglichkeit, die Angebote vorübergehend auf inaktiv zu setzen. Außerdem weist Amazon darauf hin, dass die Endkunden der Verkäufer in betroffenen Hochwasserregionen regelmäßig über ihre Bestellungen informiert werden sollen.

In den USA hat Amazon derweil die Testphase zum eigenen Lebensmittelservicedienst Amazon Fresh abgeschlossen und möchte nun auch Liefergebiete außerhalb von Seattle bedienen. Nach Kalifornien steht laut eigenen Angaben dabei auch bald der Rest der Welt im Fokus des Unternehmens.

Neben dem Engagement in der westlichen Welt ist Amazon in dieser Woche nun auch in Indien an den Start gegangen. Vorerst bietet der E-Commerce-Riese auf dem neu erschlossenen Markt nur Bücher, DVDs und Video-CDs an. Das Sortiment soll jedoch bald um Mobiltelefone und Kameras erweitert werden. Man wird sehen, wie sich Amazon gegenüber dem bestehenden indischen Konkurrenten Flipkart behaupten wird. Außerdem rückt Indien auch immer mehr in den Fokus anderer großer Marktplätze und die Samwer-Brüder sehen schon länger großes Potential in diesen Schwellenländern.

Nach und nach erschließt sich Amazon somit neue Branchen und Märkte. Selbst im Bereich der Online-Werbung werden die Einnahmen von Analysten in diesem Jahr auf über 800 Millionen Dollar geschätzt. Das wäre ein Zuwachs von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wird Amazon mehr wie Google und Google mehr wie Amazon werden? Immerhin investiert die Suchmaschine im Moment sehr viel, um vom verlockenden Kuchen E-Commerce ein großes Stück abzubekommen – wenn nicht sogar das größte. Product Listing Ads und die neue Kooperation mit dem Online-Shop-Tester StellaService scheinen die Anfänge von großen Entwicklungen zu sein.

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