Teilen Teilen Kommentare Drucken
Kolumne

Über den Sinn und Unsinn von Neujahrsvorsätzen

Veröffentlicht: 11.01.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 11.01.2019 | Gelesen: 1694 mal
Blatt mit Ziele 2019

Na, wie viele von Ihren vorgenommenen Joggingrunden haben Sie in diesem Jahr schon gedreht? Und die wievielte „nun-aber-wirklich-letzte“-Zigarette haben Sie schon geraucht? Wir schreiben inzwischen den 11. Januar und ich stelle nun einfach mal die ganz steile These auf, dass viele von den Neujahrsvorsätzen, die man sich so hochmotiviert vorgenommen hat, schon längst wieder in Vergessenheit geraten sind. Ich vertrete aber die feste Meinung, dass sie trotzdem wichtig sind. Schließlich machen wir uns bewusst, dass wir etwas ändern wollen und das ist schließlich der erste Schritt zu Besserung.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Was wäre das Leben ohne Ziele und Herausforderungen? Richtig, ziemlich langweilig. Also gibt es die Neujahrsvorsätze. Schließlich geht man nach den ruhigen und vom Essen bestimmten Weihnachtsfeiertagen völlig motiviert ins neue Jahr und schwört: Nächstes Jahr wird alles anderes! Gut, vielleicht nicht alles, aber etwas. Die Klassiker – Abnehmen, mehr Sport treiben und Rauchen aufhören – landen laut einer Statista-Umfrage auch in diesem Jahr wieder auf der Liste der guten Vorsätze. Alles gute Ambitionen, aber sind wir mal ehrlich: Ein Kettenraucher wird nicht von heute auf morgen zum Nicht-Raucher und auch die Anmeldung im Fitness-Studio lässt uns längst nicht zum Bodybuilder werden. Vielleicht sollte es hier lieber heißen, statt ganz mit dem Rauchen aufzuhören, nehme ich mir jeden Tag drei Zigratten weniger vor. Und statt einer Anmeldung im Fittness-Studio verzichte ich ab heute auf den Fahrstuhl und baue einen täglichen kleinen Spaziergang in meine Mittagspause ein. Kleine Hürden zu nehmen sind einfacher und nicht schon wieder nach ein paar Tagen vergessen.

Im Vergleich zu den letzten Jahren gab es auch einen deutlichen Anstieg beim Punkt „Weniger Handy, Computer, Internet“. Jeder Vierte hat das auf seiner Liste von guten Vorsätzen. Schon von Berufswegen her ist dieser Vorsatz sowohl für mich als auch für die meisten Online-Händler wohl nur schwer einzuhalten. Schließlich muss das Geschäft laufen. Dann wird hier und da mal noch schnell eine E-Mail beantwortet, obwohl man das Handy doch eigentlich schon vor einer halben Stunde aus der Hand legen wollte.

Vielleicht überfordern wir uns mit derartigen Geißelein zu Beginn jeden Jahres aber auch einfach nur? Statt uns regelmäßig im Januar mit der Keule bestimmte Sachen zu verbieten oder aufzuzwingen, könnte man sich doch einfach jeden Monat an kleine Änderungen erinnern?! Jeden Sonntag das Handy, Tablet und den PC für zwei Stunden ausmachen zum Beispiel. Schließlich wollen wir ja etwas ändern. Wir nehmen es uns jedes Jahr vor, nur es dann wirklich durchzuziehen, ist das Schwere.

Auf Platz eins der guten Vorsätze für 2019 landete mit 62 Prozent übrigens Stress vermeiden oder abbauen. Auch wenn das nicht immer leicht fällt, wenn Amazon gerade mal wieder die Spielregeln geändert hat oder eine böse Kundenmail im Postfach gelandet ist. Vielleicht könnten wir uns für das Jahr 2019 folgendes vornehmen: Dinge, die man nicht ändern kann, nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen!

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Corinna Flemming

Schreiben Sie einen Kommentar

Sicherheitscode
Aktualisieren

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.