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Das Milliardengeschäft, das das Büro synchronisiert

Cloud-Anbieter im Vergleich

Veröffentlicht: 05.02.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 05.02.2019 | Gelesen: 1141 mal
Clouds auf dem Tisch

Sie arbeiten mit einer Cloud. Die Chancen stehen gut, dass ein Großteil von Ihnen, liebe Leser, diese Behauptung entweder bestätigt oder zumindest nicht ganz sicher ist, ob es tatsächlich stimmt. Behauptet man präziser, dass viele von Ihnen mit Google Drive, Amazon Web Services oder Dropbox arbeiten, dann dürfte die Antwort klarer werden. Cloud-Speicher sind aus vielen Unternehmen heutzutage nicht mehr wegzudenken. Denn die Cloud macht die Arbeit mobiler, bietet sie doch die Möglichkeit, von überall und mit fast allen Endgeräten auf E-Mails, Texte, Software und Co. zuzugreifen. Auch Privatnutzer müssen ihren kostbaren Smartphone-Speicher nicht mit Schnappschüssen vollstopfen, weil die im Zweifel online abgespeichert werden können. Um den Erfolg des Konzepts der Cloud zu verstehen, muss man nur mal einen Blick auf Amazon werfen: Allein im ersten Quartal 2018 hat Amazon mit den Amazon Web Services 5,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt.

Die Cloud?

Aber was genau stellt man sich nun unter der Cloud vor? In einem Cloud-Speicher kann der Anwender jedwede Art von Datei – seien es Fotos, Videos, Texte oder Tabellen – online speichern. Im Prinzip handelt es sich bei der Cloud (englisch für „Wolke“) um ein Netzwerk von Computern oder Servern, in dem verschiedenste Services vom jeweiligen Anbieter zur Verfügung gestellt werden können, u. a. auch die Datensicherung. Man kann also von einer virtuellen Festplatte sprechen, mit dem Unterschied, dass jederzeit und von überall darauf zugegriffen werden kann. Was auf der heimischen Festplatte gespeichert ist, nützt nicht viel, wenn man zum Außentermin geflogen ist. Dateien werden also im Internet abgelegt. Das Volumen und der Preis des Cloud-Speichers hängen dabei vom jeweiligen Provider ab. Kostenlos bekommt man in der Regel zwischen zwei und zehn Gigabyte. Wer zahlt, kann mehr speichern und oft mehr Funktionen nutzen.

Beispiel Google Drive

Beim Cloud-Speicher geht es nämlich nicht einfach nur um das Ablegen von Dateien. Die meisten Anbieter bieten Zusatzfunktionen, je nach Paket mehr oder weniger umfangreich. Exemplarisch soll Google Drive an dieser Stelle als Beispiel dienen.

Google Drive bietet grundsätzlich einen kostenlosen Speicher von 15 GB. Wer bezahlt, kann den Umfang auf mehrere Terabyte aufstocken. Vor allem für Unternehmen ist das lohnenswert. Neben dem Speicherplatz bietet Google Drive aber noch allerlei Zusatzfunktionen, allen voran ein komplettes Office-Paket mit Docs, Tabellen, Formularen etc., die zudem gemeinsam von mehreren Nutzern gleichzeitig bearbeitet werden können. Darüber hinaus sind Gmail, Hangouts und weitere Google-Services angeschlossen. Drive umfasst also ein breites Spektrum an Funktionen, die vor allem für Unternehmen in der täglichen Arbeit hilfreich und sinnvoll sind. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Anbietern, der Funktionsumfang variiert logischerweise von Cloud zu Cloud. Ausprobieren lohnt sich in diesem Fall, denn wenn es nicht ohnehin eine kostenlose Grundversion gibt, lässt sich das Angebot meist in einer Testphase kostenlos ausprobieren.

Vorteile von Cloud-Speichern

Einige Vorteile von Cloud-Speichern wurden bereits angesprochen: Dateien sind stets und überall erreichbar, egal ob vom Smartphone, vom Tablet oder vom PC. Dokumente können von mehreren Benutzern bearbeitet werden (in der Regel funktioniert dies nach Freigabe oder über das Senden eines Links). Zudem müssen Daten nicht mehr umständlich kopiert oder verschickt werden, da sie zentral abgespeichert sind und verwaltet werden können. Stetig schneller werdendes Internet (selbst im nachzüglerischen Deutschland) hat die Nutzung einer Cloud einfach und schnell gemacht.

Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Vorteile. Im Gegensatz zu einer Festplatte oder einem Server, die jeweils nur eine bestimmte Kapazität haben, ist die Cloud skalierbar. Wenn ich mehr Speicher benötige, lasse ich mir vom jeweiligen Anbieter mehr Speicher freigeben – natürlich gegen einen entsprechenden Aufpreis. Die Sicherheit vor Datenverlust ist zudem höher als bei stationären Speichern. Dateien werden meist auf mehreren Servern gleichzeitig gespeichert. Das nennt sich redundantes Speichern. Ist ein Server defekt, sind die Dateien weiterhin verfügbar. Gibt hingegen die eigene Festplatte den Geist auf, sind die Dateien im Zweifel weg, wenn man kein Backup erstellt hat. Für ein Backup wiederum lohnt sich ein Cloud-Speicher zusätzlich, denn bei Bedarf (Festplatte kaputt), kann ich die notwendigen Daten aus der Cloud auf eine neue Festplatte laden. Ein dritter, gerade für Unternehmen nicht zu unterschätzender Punkt: Die Kosten lassen sich über einen Cloud-Speicher gering halten und besser kalkulieren. Als Unternehmen bin ich lediglich für die Miete des Speichervolumens verantwortlich. Betrieb und Wartung des Servers liegen in der Hand des Providers.


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Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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