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Gastartikel

Schon mal gescheitert? Nicht schlimm! – 7 Tipps für erfolgreiche E-Commerce-Projekte

Veröffentlicht: 02.04.2019 | Autor: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 03.04.2019 | Gelesen: 1449 mal
Datenanalyse auf einem Tablet

Gute Vorsätze scheitern, Beziehungen scheitern, Börsengänge genauso wie Experimente mit dem Thermomix – warum sollten E-Commerce-Projekte da eine Ausnahme sein? Die Digitalisierung des Vertriebs ist ebenso komplex wie alle anderen IT- und Digitalprojekte. Das kann auch mal schief gehen. Muss es aber nicht, wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen:

1. Risiken eingehen: E-Commerce ist riskant, denn es muss meist eine nicht geringe Summe investiert werden – ohne dass sich ein exaktes Ergebnis voraussagen ließe. Aus diesem Grund trauen sich manche Unternehmen nicht, den notwendigen Schritt in den E­-Commerce zu wagen. Machen Sie sich davon frei! Stillstand hat schon immer Rückschritt bedeutet. Viel wahrscheinlicher ist es, dass Sie von Ihren Mitbewerbern überholt oder gar überrundet werden, wenn Sie den Schritt in den E-­Commerce nicht wagen und der dadurch entstehende finanzielle Verlust Ihre Existenz bedroht.

2. Messbare Ziele: Welcher Umsatz pro Kunde ist realistisch und was bleibt unter dem Strich an Gewinn übrig? Solche Fragen müssen Sie sich vor dem Projektstart stellen, da dies in Bezug zu dem zu investierenden Budget gesetzt werden muss. Denn nur wenn Sie wissen, was Sie erreichen wollen, können Sie auf der anderen Seite prüfen, was es Ihnen wert ist, sprich, wie viel Sie investieren wollen und können. Die Ziele müssen daher auch zwingend messbar sein.

Mitbewerber analysieren und ein langer Atem

3. Mitbewerber analysieren: Nicht, um diese zu kopieren, sondern um deren Angriffspunkte zu finden. Was bieten Ihre Mitbewerber den Kunden, wie ist deren Preispolitik und welche Features / Funktionen sind in den jeweiligen Online-­Shops integriert? Recherchieren Sie im ersten Schritt alle relevanten Mitbewerber und erstellen Sie eine Liste mit positiven und negativen Punkten, die Ihnen auffallen. Die negativen gilt es zu übertrumpfen, die positiven dienen als eine Art Best ­Practice, an denen Sie sich orientieren können.

4. Nicht einfach kopieren: Erfolgsrezepte Ihrer Mitbewerber müssen nicht zwangsläufig genauso bei Ihnen funktionieren. Wenn Sie Premium-Elektronik verkaufen, wird ein Elektronikriese, und da kann er noch so erfolgreich sein, kein perfektes Vorbild sein. Denn die Kunden in dessen Segment ticken komplett anders und haben andere Anforderungen. Kopieren Sie daher nicht 1:1 Online-Shops, sondern adaptieren Sie nur Elemente, die bei Ihrer Zielgruppe sinnvoll sind.

5. Haben Sie einen langen Atem: Kurzfristige Erfolge sind eher unrealistisch. Bevor Sie mit Ihrem Online­-Shop nachhaltige Erfolge erzielen können, müssen Sie Monate an harter Arbeit investieren. Viele neigen aber dazu, nach ein paar Monaten nervös zu werden, in Aktionismus zu verfallen, Budgets umzuschichten oder gar die Reißleine zu ziehen. Seien Sie sich bewusst, dass Sie sicherlich 10 bis ­14 Monate investieren müssen, um valide entscheiden zu können, ob Sie mit Ihrem Online-­Shop weitermachen oder nicht.

Passendes Werkzeug und Fachwissen

6. Passendes Werkzeug: Die richtige Shop-Software gibt es nicht. Unternehmen, Agenturen, Berater und Entwickler führen zwar die wildesten Argumente für „ihre“ Lösung ins Feld – mit Fakten lassen sie sich kaum belegen. Fakt ist aber: Eine Software ist ein Werkzeug und Sie sollten dasjenige wählen, mit dem Sie Ihre Probleme am „besten“ lösen können. Sie würden auch nicht einen Vorschlaghammer kaufen, nur um Nägel für ein paar Bilder einzuhämmern? Wählen Sie aber nicht nur auf Basis heutiger Anforderungen, sondern denken Sie daran, was in den nächsten 2 bis 3 Jahren auf Sie zukommen könnte. Lassen Sie dies mit einfließen.

7. Zeigen Sie Fachwissen: Im Shop sollten Sie möglichst eigene Texte verwenden, die Ihr Fachwissen deutlich machen. Sie kennen Ihre Produkte schließlich am besten. Sie können Zusammenhänge darstellen, Anwendungstipps geben auf besondere Vorteile in der Praxis hinweisen aber auch Cross­ und Upsell­ Potenziale nutzen. In allen Fällen helfen Sie damit Ihren potenziellen Kunden, sich für das Produkt zu entscheiden. Im stationären Handel möchten Sie ja auch gerne bei Fragen von einem professionellen und kompetenten Mitarbeiter beraten werden.

Weitere nützliche Tipps von Alexander Steireif, E-Commerce Berater und Autor der Bestseller „Handbuch Onlineshop“ und „Magento – das umfassende Handbuch“ gibt es jetzt im E-Book „77 Tipps für mehr Erfolg im Onlinehandel“, das Sie kostenlos auf dem Händlerbund Marketplace anfordern können.

Über die Alexander Steireif GmbH

Die Alexander Steireif GmbH mit Sitz in Nürtingen unterstützt KMUs bei Aufbau und Entwicklung eines nachhaltig erfolgreichen E-Commerce. Erstes Ziel ist es, den Kunden die Mittel an die Hand zu geben, um langfristig eigenständig digital zu handeln. Im Fokus stehen daher der Aufbau von Wissen, praktischer Erfahrung und strategischer Kompetenz in den Kundenunternehmen durch Schulungen und Trainings-on-the-job. Das entsprechende Angebot an Seminaren, Workshops und Coachings wird durch individuelle E-Commerce Beratung sowie Leistungen im Bereich operativer Projektunterstützung ergänzt. Immer unkompliziert und auf Augenhöhe.

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