Gastbeitrag von Michael Reinalter

Homeoffice: 6 Tipps zur Datensicherheit

Veröffentlicht: 19.11.2021 | Geschrieben von: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 24.11.2021
Frau im Homeoffice

Mit der zunehmenden Digitalisierung – und spätestens seitdem die Corona-Pandemie die Welt in Atem hält – ist das Homeoffice für viele Erwerbstätige ein fester Bestandteil ihres Alltags. Beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden müssen gezielte Maßnahmen für die Datensicherheit getroffen werden. Sensible Unternehmensdaten dürfen nämlich nicht in unbefugte Hände geraten. Wie das am besten funktioniert, zeigen die nachfolgenden Tipps. Mit der zunehmenden Digitalisierung – und spätestens seitdem die Corona-Pandemie die Welt in Atem hält – ist das Homeoffice für viele Erwerbstätige ein fester Bestandteil ihres Alltags. Beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden müssen gezielte Maßnahmen für die Datensicherheit getroffen werden. Sensible Unternehmensdaten dürfen nämlich nicht in unbefugte Hände geraten. Wie das am besten funktioniert, zeigen die nachfolgenden Tipps.

Daten sicher aufbewahren

Sowohl der digitale Schutz als auch die physische Sicherheit spielen im Homeoffice eine große Rolle. So sollte die gesamte technische Ausstattung für die Telearbeit (z. B. Computer, Tablet, Handy) sowie Ordner mit wichtigen Dokumenten vor Diebstahl geschützt werden. Schließlich ist ein Einbruch schnell passiert und die teure Ausrüstung im Nu abhandengekommen.

Um also Endgeräte und sensible Daten in ausgedruckter Form möglichst wirksam vor potenziellen Gefahren, wie Einbrüchen, Bränden und Wasserschäden, zu schützen, stehen Tresore mit verschiedenen Brandschutzklassen zur Auswahl. In diesen Sicherheitsschränken kann die wertvolle Ausstattung für das Homeoffice guten Gewissens aufbewahrt werden – vor allem bei längerer persönlicher Abwesenheit (z. B. während einer Auslandsreise).

Komplexe Passwörter erstellen

Hacker sind heute sehr geübt darin, Passwörter innerhalb kürzester Zeit in Erfahrung zu bringen. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn geheime Schlüsselcodes wie „12345678“ sowie „Password“ sind Zahlenkombinationen und Wörter, die selbst ein unerfahrener Cyberkrimineller schnell herausgefunden hat. Um im Homeoffice nicht Opfer eines Internetverbrechens zu werden, sollte man möglichst komplexe Passwörter erstellen.

Ein sicheres Passwort sollte idealerweise eine achtstellige Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sein. Mithilfe eines Passwort-Managers können verschiedene, komplexe Passwörter abgespeichert werden, sodass sie nicht auswendig gelernt werden müssen. Es braucht einzig und allein ein sogenanntes Master-Passwort, mit dem sich sämtliche Kennwörter im Passwort-Manager schützen lassen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten

Damit sich Unbefugte nicht problemlos Zugang zu Firmengeräten verschaffen können, ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sinnvoll. Diese ist vor allem vom Online-Banking bekannt, wenn z. B. Geldbeträge auf ein fremdes Konto überwiesen werden sollen. Um die Überweisung durchzuführen, wird automatisch ein Code an das Smartphone gesendet, welcher innerhalb weniger Minuten auf der Online-Banking-Plattform eingegeben werden muss.

Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung kann auch verwendet werden, um eine passwortgeschützte Displaysperre am Computer im Homeoffice einzurichten. So können Dritte das Gerät weder in Betrieb nehmen noch auf sensible Daten zurückgreifen.

VPN-Zugang verwenden

Was die Datensicherheit betrifft, ist ein öffentliches WLAN für gewöhnlich sehr unsicher. Für Cyberkriminelle ist es normalerweise keine große Herausforderung, das WLAN zu hacken – vor allem bei ungeschützten Internetverbindungen. Deshalb sollten Arbeitgeber in jedem Fall sicherstellen, dass alle Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten, einen VPN-Zugang erhalten.

Ein VPN (Virtual Private Network) bietet eine sichere Verbindung zwischen dem Endgerät und dem Internetanbieter. Der gesamte Datenverkehr wird durch einen verschlüsselten „Tunnel“ geleitet, sodass sämtliche Aktivitäten im Internet vor gefürchteten Attacken erfolgreich geschützt werden können. Weitere Vorteile eines VPN-Zugangs sind diese:

  • Höhere Online-Sicherheit: Der gesamte Internetverkehr wird stark verschlüsselt. So können Daten von Unbefugten nicht eingesehen werden.
  • Größere Anonymität: Durch den VPN-Zugang wird nicht mehr mit der öffentlich verfügbaren IP-Adresse, sondern mit einer persönlichen im Internet gesurft. So können Identität und Standort nicht mehr von der IP-Adresse abgeleitet werden.
  • Mehr Online-Freiheit: Ein VPN-Zugang ermöglicht die Verbindung zu Servern auf der ganzen Welt. So wird der Zugriff auf Websites oder Streaming-Diensten nicht mehr verweigert.

Umfassenden Virenschutz installieren

Erwerbstätige können Aufgaben, die sie eigentlich an ihrem regulären Arbeitsplatz ausführen, nicht unvorbereitet an einem unsicheren Standort – nämlich im eigenen Zuhause – fortführen. Ohne umfassenden Virenschutz kann das Homeoffice nämlich zu einem richtigen Gefahrenherd für Cyberkriminalität werden. Eine aktive Antivirus-Software ist eine absolute Grundvoraussetzung für die Arbeit im Homeoffice.

Ein Antivirenprogramm schützt das Endgerät vor gefürchteten Angriffen von Cyberkriminellen sowie bösartiger Software, sogenannter Malware (z. B. bedrohliche Trojaner). Es überprüft Daten von beispielsweise Apps, Dateien und Websites, die auf das Endgerät übertragen werden. Auf diese Weise lässt sich Malware so schnell wie möglich blockieren bzw. völlig entfernen.

Geräte aus dem Unternehmen nützen

Viele Arbeitnehmer verwenden heute ihre privaten Endgeräte für die Arbeit im Homeoffice. Bring Your Own Device (BYOD) ist zum digitalen Trend geworden, der allerdings ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko darstellt. Der Grund: Auf privaten Geräten kann sich bereits schädliche Malware eingeschlichen haben, die über die VPN-Verbindung direkt in das Unternehmensnetzwerk gelangen kann. Für Hacker ist es somit eine Leichtigkeit, an sensible Daten zu gelangen.

Weil somit private Geräte im Homeoffice eine echte Bedrohung für Unternehmen sind, sollte auf ihre Verwendung verzichtet werden. Laut dem Arbeits- und Datenschutzrecht im Homeoffice sind Arbeitgeber ohnehin rechtlich dazu verpflichtet, Geräte für die Telearbeit zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können z. B. auf einem nagelneuen Firmenlaptop ein umfassendes Antivirenprogramm sowie ein VPN-Zugang angelegt werden, ohne zu riskieren, dass wichtige Daten in die Hände Unbefugter geraten.

Das Arbeiten im eigenen Zuhause feiert heute Hochkonjunktur. Für viele Erwerbstätige ist das Homeoffice eine willkommene Abwechslung vom oftmals hektischen Arbeitsalltag. Häufig unterschätzt wird hier die Datensicherheit. Damit sensible Unternehmensdaten nicht gehackt werden, helfen diese 6 Tipps.


Über den Autor

securo

Michael Reinalter ist im Beratungscenter von Tresoro – einem Online-Shop für Sicherheitslösungen – tätig. Das österreichische Unternehmen mit Sitz in Innsbruck bietet seinen Kunden eine große Auswahl an geprüften und zertifizierten Tresoren von renommierten Tresor-Herstellern. Von Möbeltresoren über Waffenschränke bis hin zu DSVGO-Tresoren ist alles im Sortiment.

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