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21.05.2015 – Otto Group macht Verlust | Shipcloud zu Poststreik | Crowdfunding als Risikoanlage

Veröffentlicht: 21.05.2015 | Autor: Giuseppe Paletta | Letzte Aktualisierung: 21.05.2015

Vor allem aufgrund des schlechten Geschäftes in Russland musste die Otto Group im abgelaufenen Geschäftsjahr zum ersten Mal einen Verlust verbuchen. Außerdem: Shipcloud zeigt sich als Alternative zu den Streiks der Deutschen Post und Crowdfunding kann eine Risikoanlage sein.

Der Newspreview für den 21. Mai 2015.

© Marco2811 - fotolia.com

Otto Group macht erstmals Verlust

Der Versandhauskonzern Otto hat den Geschäftsbericht für 2014/15 veröffentlicht. Zum ersten Mal in seiner Geschichte muss die Otto Group dabei einen Verlust hinnehmen. 196 Millionen Euro betrug der Verlust der Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr. Im Vorjahr konnte man noch einen Gewinn von 194 Millionen Euro verbuchen, wie im Geschäftsbericht nachzulesen ist. Als Grund nannte der Konzernchef Hans-Otto Schrader den Rubelverfall im Zuge der Ukraine-Krise und Kosten für den Umbau des Geschäfts in den USA und Frankreich. „Unbefriedigend ist die Entwicklung des Ergebnisses, das im Vergleich zum Vorjahr aufgrund mehrerer Sondereffekte deutlich rückläufig war“, heißt es im Geschäftsbericht. Das Geschäft in Russland ging stark zurück, der Umsatz brach um ein Viertel auf 400 Millionen Euro ein. Neben den Geschäftszahlen präsentierte Otto auch ein neues Unternehmen, die 100-prozentige Konzerngesellschaft Otto Group Media, welche sich um nutzerbasierte Vermarktung und Aussteuerung von Werbeflächen kümmern wird.

Shipcloud will Online-Händlern gegen Poststreik helfen

Die Streiks bei der Deutschen Post können für Online-Händler zum Problem werden. Das Unternehmen Shipcloud hat dagegen nach eigenen Angaben eine Lösung: „Ein besonderer Vorteil, der sich in Zeiten von gerade zu erlebenden Warnstreiks bezahlt macht, ist der, dass die shipcloud-Kunden ihre Pakete vertragsunabhängig mit allen großen Logistikdienstleistern versenden können“, so das Mitglied des Händlerbund-Beirats. Online-Händler mit einem Vertrag bei einem Logistikdienstleister können laut shipcloud wechseln, ohne dabei auf bereits individuell verhandelte Vorteile verzichten zu müssen.

„Crowdfunding ist eine Risikoanlage“

Im Interview mit der Wirtschaftswoche hat Companisto-Geschäftsführer David Rhotert über die Gefahren beim Crowdfunding gesprochen. Seiner Meinung nach eignet sich diese Form der Finanzierung nicht für jedes Unternehmen. Gleichzeitig sei Crowdfunding am Ende immer noch eine Anlage in Risikokapital, bei der man alles verlieren könne. Deshalb überprüfe Companisto im Voraus, welche Ideen und Unternehmen sich tatsächlich für Crowdfunding anbieten würden. Companisto habe von bislang über 2.500 Bewerbungen nur 41 ausgewählt.

 

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