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Kurioses: Von katholischen Badewannen und grünen Toiletten-Männchen

Veröffentlicht: 17.10.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 17.10.2013

Auch in der manchmal trockenen Welt des E-Commerce und der Wirtschaft gibt es durchaus kuriose Schlagzeilen, die zum Schmunzeln oder Erstaunen anregen. Spannendes gab es in den letzten Tagen (neben fliegenden Paketen) beispielsweise über Roboter im Toiletten-Style, eine wachsende Eric Schmidt-Armada oder auch katholische Badmöbel.

Kurioses aus dem Online-Handel

Viele Menschen, ein Gesicht: Eric Schmidt

Bis vor Kurzem dürfte den meisten das Gesicht von Erik Schmidt noch unbekannt gewesen sein. Doch nun legt der Mann mit dem Seitenscheitel und der etwas zu groß geratenen Harry Potter-Brille im Internet einen echten Hochstart hin: Der Chef-Aufseher des Internet-Giganten Google muss nämlich derzeit mit seinem Porträt für Proteste herhalten.

Was war geschehen? Google hatte angekündigt, künftig mit den Profilen seiner Nutzer zu werben, wenn diese beispielsweise eine Bewertung mit einem Kommentar oder bestimmte Produkte in einem Google-Service mit Sternen versehen. Obwohl die Verwendung des eigenen Profils im Zuge einer Werbekampagne auf freiwilliger Basis beruht und man die Option per Mausklick deaktivieren kann, wählen viele User einen anderen (und lustigeren) Weg: Sie tauschen ihr Profilbild mit einem Foto von Eric Schmidt und formieren so einen „Schmidt’schen Widerstand“.

Männer, Frauen und grüne Androiden

Der Wiedererkennungswert einer Marke ist das A und O: Jeder kennt zum Beispiel das Fallobst-Logo von Apple, das gelbe McDonalds M oder den brennenden Fuchs des Browsers Firefox. Einfach müssen sie sein und gut konzipiert, damit man sie mit verschiedenen Marketing-Startegien und –Aktionen groß rausbringen kann. Am Wochenbeginn konnte man nun Einblicke in die Entstehung des kleinen grünen Roboters von Android erhalten.

Laut New York Times ließ sich Irina Blok, die Erfinderin des Androiden, Einiges einfallen, um sich inspirieren zu lassen. Doch weder Science Fiction-Spielzeuge noch Weltraum-Filme gaben genügend Inspiration für die Erschaffung des Logos. Der richtige Einfall kam ihr dann – wie so oft – an einer vollkommen unerwarteten Stelle: dem stillen Örtchen. Die weltweit bekannten Piktogramme der Mann- / Frau-Logos an Toiletten-Türen gaben den entscheidenden Impuls für den kleinen Roboter und verhalfen dem Betriebssystem somit zu globalem Erfolg.

Die Kirche und das liebe Geld

Die Schlagzeilen um Franz-Peter Tebartz-van Elst, den Limburger Bischof, regieren seit Tagen und Wochen die Medien. Lediglich rund 650.000 Katholiken soll das kleine Bistum beherbergen – daher erscheint ein 31 Millionen Euro teurer Neubau der bischöflichen Residenz ein wenig überteuert. Und dort, wo Wasser gepredigt und Wein getrunken wird, häufen sich natürlich kritische und erboste Stimmen.

Nun hat das göttliche Gezeter auch den Online-Handel erreicht: Der digitale Anbieter von Badezimmerausstattung Reuter warb in der gestrigen Gesamtausgabe der „Bild“ mit einem Foto eben jenes in Ungnade gefallenen Geistlichen. Dieser sagt: „15.000 Euro für eine Wanne – da wurde ich wohl aufs Kreuz gelegt.“ Daneben der Spruch des Bad-Unternehmens „Es geht auch anders“. Glücklich dürfte die katholische Kirche über diesen Werbe-Gag wohl nicht sein – darauf ein Gläschen Wein.

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