Teilen Teilen Kommentare Drucken

Gastartikel: Die drei Grundbausteine jeder SEO-Optimierung für Online-Shops

Veröffentlicht: 11.08.2015 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 11.08.2015 | Gelesen: 5025 mal

Es gibt unzählige Tipps und Tricks für die SEO-Optimierung von Online-Shops. Hunderte Rädchen, tausende Zeilen Code. Ganze Bücherregale werden gefüllt mit Fachbüchern allein über die Konversionsrate, Google Analytics oder einzelne CMS. Die folgenden Tipps sollen aus den drei Hauptbereichen der SEO-Optimierung für Online-Shops die wichtigsten Punkte behandeln: 1. Keywordrecherche (organisch), 2. Optimierung der Konversionsrate (CRO) und 3. OnPage.

Seo Optimize Keywords Links Signpost Shows Website Marketing Optimization

(Bildquelle SEO-Optimierung : Stuart Miles via Shutterstock)

Organische Keywordrecherche muss individuell sein

Die Suche nach den passenden Keywords ist logischerweise der erste Schritt einer Optimierung. Für jeden Online-Shop gibt es eine individuelle Keywordrecherche, die zum Beispiel abhängig ist von dem Produkt, der Branche, der Konkurrenz oder der Größe des Shops. Von daher kann hier keine exakte Lösung für alle Arten von Online-Shops angeboten werden. Aber es gibt einige Konstanten, die beachtet werden sollten:

Unterscheidung zwischen informationellen Keywords („wie baue ich ein Hochbeet“) und transaktionalen Keywords („Hochbeet kaufen“). Für beide Keyword-Arten sollten passende Landingpages erstellt werden. Denn: Informationelle Keywords sind wichtig, um Nutzer, die keine konkrete Kaufabsicht haben, auf das Unternehmen aufmerksam zu machen. Entwickeln diese Nutzer nach der Informationssuche eine konkrete Kaufabsicht, bleibt der besuchte Online-Shop im Gedächtnis.

Bei aller Keyword- und OnPage-Optimierung: Der Nutzer entscheidet sich aufgrund der finanziellen und qualitativen Vorteile eines Anbieters. Aber ohne SEO-Optimierung wird auch das beste Produkt nicht an Amazon & Co. vorbeikommen.

Optimierung auf den Long-Tail. Selbst wenn in der ersten Zeit die meisten neuen Keywords außerhalb der Top10 ranken sollten – haben Sie Geduld und optimieren Sie weiter. Ziel ist es, das Wikipedia für die eigene Branche zu werden. „Keyword-Cluster“ ist der Begriff, der für diese Strategie verwendet wird: Zu einem Thema („Logistik“) wird ein Themen-Cluster erstellt, der möglichst alle vorstellbaren Aspekte des Themas abgreifen soll.

Keyword-Cluster zum Thema Logistik
© 2008 Elliance, Inc. | www.elliance.com

Zusammen mit einer geschickten internen Verlinkung wird eine so optimierte Domain beständig im Ranking steigen.

Nutzern Sie Amazon: Schauen Sie sich Amazon Kundenbewertungen zu ähnlichen oder gleichen Produkten an. Was stört die Menschen? Was hätten Sie gerne? Antworten Sie darauf in Ihrem Blog, Ratgeber oder Lexikon. Nebenbei kann man für das Produkt selbst Verbesserungsideen erhalten.

Die Konversionsrate wird durch 2 Faktoren maßgeblich bestimmt: Ordnung und Nähe

Ordnung Ein Konzept, das gar nicht so einfach zu artikulieren ist. Ein Shop ist „ordentlich“, wenn der Kunde sofort, ohne zu suchen, weiß, wo er was finden kann – den Warenkorb, den Bestellbutton, den Button, um Artikel aus dem Warenkorb zu löschen etc., etc.

Sorgen Sie dafür, dass der Kunde, egal wo er sich auf der Domain befindet, mit maximal zwei Klicks wieder zur Startseite oder zu seiner Einstiegsseite kommen kann. Das bedeutet, wenn er direkt bei einem Produkt eingestiegen ist und sich dann durch die Seite stöbert, muss er mit zwei Klicks wieder zum Produkt zurückkommen. So etwas lässt sich durch eine „fixed navigation“ oder eine „zuletzt angesehen“-Option realisieren.

Nähe Seien Sie psychologisch nah am Kunden. Das heißt: Wer die Wünsche, Ängste und Bedürfnisse des Kunden nicht kennt, ist nicht nah am Kunden. Klingt geschwollen oder übertrieben? Ein Beispiel für Nähe: Dies steht unter der Anmeldung für einen Newsletter:

Screenshot mannaseife.de
© mannaseife.de | Screenshot

Durch eine persönliche Ansprache („Auch wir ...“) wird dem Kunden Angst vor Spam genommen. Gleichzeitig wird eine positive Verbindung zum Kunden aufgebaut, der auf Augenhöhe, nicht auf Höhe der Brieftasche, angesprochen wird. Noch ein Beispiel:

Screenshot von ubup.com
© ubup.com | Screenshot

Das „Dankeeee“ mag nicht für jede Zielgruppe passend sein. Dennoch bleibt es im Gedächtnis – weil das „Dankeee“ im Kopf des Nutzers eine gesprochene Äußerung assoziiert. Das bleibt im Kopf, weil es aus den ganzen anderen Standardformulierungen im Netz heraussticht. Und das ist so persönlich, wie eine Webseite nur sein kann.

Das Konzept der „Nähe“ muss, je nach Branche und Zielgruppe, individuell umgesetzt werden. Wer nah an den Problemen und Wünschen der Kunden ist, hat schon fast gewonnen. Ein Mittel, um herauszufinden, was die Kundschaft denkt, sind Umfragen. Mit einem Gutschein bei einem erfolgreich ausgefüllten Fragebogen erhöht man die Teilnahme enorm. Die Ergebnisse helfen, die Kundennähe zu steigern. Natürlich bietet Google hier wieder einmal Abhilfe: Mit „Google Formulare“ lassen sich recht einfach Kundenumfragen erstellen, die in den Shop eingebettet werden können.

OnPage – Automatisierung kann durchaus sinnvoll sein

In diesem Bereich gibt es sehr viele Tricks und Tipps, die unbedingt notwendig sind (Paginierung, Canonical). Eine schnelle Suche nach „Onpage Online Shop“ oder Ähnlichem liefert einen Haufen Tipps und Tricks, die unbedingt beachtet werden sollten. Beispiele wären:

  • Individuelle Produktbeschreibungen, Meta- und Title-Tags
  • Keine sinnleeren SEO-Texte
  • Vermeiden von durch das Shopsystem generiertem Duplicate Content
  • Sprechende URLs
  • Alt-Tags bei allen Bildern
  • Kein Java-Script
  • Eine XML-Sitemap
  • Ständige Überwachung in den Webmaster Tools, bspw. auf 404-Fehler

Die Liste lässt sich noch erweitern. Auf eine Sache möchte ich gerne aufmerksam machen, die nicht so häufig erwähnt wird: Automatisierungen der URL, der Meta-Beschreibung und des Title-Tags. Viele Shopsysteme und CMS bieten entweder von vornherein oder durch ein Plugin die Möglichkeit, die URL einer Landingpage automatisch zu generieren, ebenso wie die Meta-Beschreibung oder den Title-Tag. Oben steht, dass individuelle Meta- und Title-Tags verwendet werden sollen. Das stimmt – grundsätzlich. Aber:

- Gerade bei großen Online-Shops gehen viele Stunden bei der Erstellung individueller Meta- und Title-Tags drauf. Und es kommen in der Regel immer wieder neue Produkte hinzu.

- Eine automatisierte Tag-Beschriftung reicht oftmals vollkommen aus, um die wichtigsten Daten eines Produktes deutlich zu machen. Und genau das will der Nutzer, wenn er nach „RAM DDR4-3000 DIMM CL5“ sucht (die Bezeichnung für einen Arbeitsspeicher). Wenn noch ein „günstig kaufen“ oder „kostenlose Lieferung“ automatisch mit generiert werden, ist der Klick fast sicher.

- Manche Plugins für automatisierte Tags können strukturierte Daten (rich snippets) mit in die Meta-Beschreibung einbauen und so Preis, Lieferzeit, Verfügbarkeit oder Kundenbewertungen automatisiert anzeigen lassen.

Automatisierte Meta-Beschreibungen haben Vorteile. Die Produktbeschreibung auf der Landingpage sollte dennoch individuell sein und nicht vom Händler übernommen werden.

Fazit: Jeder Online-Shop, der sich um die richtigen Keywords kümmert, nah am Kunden ist und für die Crawler der Suchmaschine eine saubere Webseite präsentiert, wird mehr Traffic bekommen.

 

Über den Autor

Tilmann KlosaTilmann Klosa arbeitet als Online-Marketing Berater bei der SEO-Küche Internet GmbH & Co.KG (www.seo-kueche.de). Die SEO-Küche Internet Marketing GmbH & Co. KG wurde 2009 gegründet und gehört mittlerweile zu den 100 führenden Agenturen für Suchmaschinenoptimierung in Deutschland. Die Kompetenzen liegen sowohl im Bereich der Suchmaschinenoptimierung als auch in den Bereichen SEA, Affiliate Marketing und Social Media Marketing.

 

 

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Kommentare  

#1 Winner25 05.09.2016, 14:03 Uhr
Hallo Super Artikel
Werde es mal Testen ob es auch so geht wie Ihr Beschreibt
Und macht weiter so, super :)
Zitieren

Schreiben Sie einen Kommentar

Sicherheitscode
Aktualisieren