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Kolumne: Whatsapp spielt Facebook in die Hände

Veröffentlicht: 25.09.2015 | Autor: Giuseppe Paletta | Letzte Aktualisierung: 25.09.2015 | Gelesen: 2568 mal

Seit Jahren schon probiert sich Facebook daran aus, auch irgendwie Fuß im E-Commerce zu fassen. Bereits im Jahr 2011 startete Facebook eigene Facebook-Shops für Online-Händler, scheiterte damals aber mit dem Projekt. Inzwischen hat das Unternehmen mit seinen Facebook-Shops den zweiten Versuch gestartet und will endlich auch am Online-Handel mitverdienen. Dabei könnte Facebook 2014 schon unbewusst die richtigen Weichen für den Einstieg in den Online-Handel gelegt haben: Durch die Übernahme von Whatsapp.

So kann es manchmal auch gehen: Man versucht die ganze Zeit an einer Baustelle Optimierungen vorzunehmen, um irgendwie erfolgreich zu sein und dann tritt der Erfolg wie von ganz allein ein. So scheint es derzeit Facebook zu gehen: Immer mehr Online-Händler nutzen Whatsapp, den Messenger-Dienst den Facebook im Jahr 2014 für etwa 14 Milliarden Euro gekauft hatte. Positiver Nebeneffekt: Der Dienst könnte langfristig für Facebook eine Bindung zu den Online-Händlern bringen.

Kombination von Facebook-Shop und Whatsapp denkbar

In kurzer Zeit ist es Facebook gelungen, Whatsapp in Deutschland beliebt zu machen. Inzwischen stellt Whatsapp die klassische SMS in den Schatten, Millionen von Nutzer schreiben sich täglich Nachrichten. Und wie wir diese Woche ausführlich berichtet haben, haben große Online-Händler wie Zalando, Outfittery oder auch Notebooksilliger.de Whatsapp für sich entdeckt. Inzwischen beraten sie ihre Kunden über den Messenger-Dienst von Facebook und zeigen sich damit durchaus zufrieden: „Bislang haben wir sehr positives Feedback von unseren Kunden erhalten“, hieß es zum Beispiel von Notebooksbilliger.de.

WhatsApp auf Smartphone

Dabei wird es in Zukunft nicht bei der reinen Beratung oder dem Kundenservice bleiben. Online-Händler werden weitere kreative Ideen finden, mit welchen sie Whatsapp in ihren Geschäftsprozess integrieren können. Schon heute helfen erste Online-Händler, wie zum Beispiel Pickawood, Kunden sogar beim Einkaufsprozess. Senden diese ein Foto ihrer Wohnung über Whatsapp, hilft Pickawood direkt das passende Möbelstück auszuwählen. Ein Traum für Facebook!

Stellt man sich vor, dass das soziale Netzwerk, ähnlich wie es übrigens auch Google tut, vehement versucht in den Online-Handel einzusteigen, dann wird man bei Facebook gerade in die Hände klatschen. Denn der Whatsapp-Dienst hat das Potential Facebook einen großen Schritt in Richtung Online-Handel machen zu lassen. Nun liegt es an Facebook das Interesse der Online-Händler geschickt zu nutzen und Whatsapp auf interessante Weise weiterzuentwickeln.

Denkbar wäre zum Beispiel eine Kombination zwischen den neu gelaunchten Facebook-Shops und Whatsapp, was wiederum auch die Facebook-Shops für Online-Händler attraktiver machen würde.

 

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