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Kommentar: Smarte Kühlautomaten inkl. frischen Fertiggerichten dank „HelloFreshGo“? Zeit wird's!

Veröffentlicht: 01.11.2017 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 01.11.2017

Was war das in der Vergangenheit für ein wildes Durcheinander, wenn es um den Kochenboxen-Anbieter HelloFresh und seinem (möglichen) Gang an die Börse ging. Aufgrund von Zu- bzw. Absagen und immer wieder neuen Gerüchten konnte man sich teilweise gar nicht mehr so richtig sicher sein, ob das Unternehmen nicht doch mittlerweile diesen bedeutenden Schritt vorgenommen hat.

Börsengang von HelloFresh steht bevor

Nun soll es morgen, am 02. November 2017, tatsächlich soweit sein. HelloFresh will durch den IPO zwischen 243 und 311 Millionen Euro mit einem Schlag einnehmen. Um dieses ambitionierte Vorhaben erfolgreich in die Realität umzusetzen und zusätzlich die Unternehmensbewertung wieder aufzuwerten, die zu Spitzenzeiten bei 2,6 Milliarden Euro lag und sich aktuellen Einschätzungen zufolge aktuell zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro einpendelt, testet HelloFresh derzeit eine erhebliche Sortimentserweiterung.

In Berlin befinden sich einige Automaten namens „HelloFreshGo“, die diverse fertige Gerichte und Snacks beinhalten. Auf der entsprechenden Website ist unter anderem die Rede von Thai-Curry mit Wildreis, Chicken Bowl mit Süßkartoffeln sowie gebratener Hähnchenbrust mit Linsen und Lauch. Allesamt Gerichte, die einem beim bloßen Anblick das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Wraps, Sandwiches und Desserts runden das Angebot ab, das pro Gericht zwischen einem und fünf Euro kosten soll.

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„HelloFreshGo“-Automaten mit modernen Technologien ausgestattet

„HelloFreshGo“ dürfte sich für den eigentlichen Kochboxen-Anbieter als voller Erfolg erweisen. Die Unzufriedenheit von Mitarbeitern bezüglich dem Kantinenangebot, das einerseits auf völlig altbackene Mahlzeiten setzt und andererseits oftmals preislich etwas übertrieben wirkt, kennt wohl jeder. Genau hier sollen die smarten Kühlautomaten letztendlich auch aufgestellt werden – in Firmenfluren und öffentlichen Einrichtungen, um die arbeitende Bevölkerung und Besucher mit frischen Fertiggerichten zu versorgen.

Die Automaten sollen die Kunden mit verschiedenen (modernen) Funktionen überzeugen. Dazu zählt beispielsweise die Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung mithilfe einer ID-Karte bzw. dem Fingerabdruck. Zusätzlich sollen die Geräte selbst erkennen können, wann sich bestimmte Gerichte dem Ende neigen, und diese dann automatisiert nachbestellen. Auch von einer Optimierung der Produktauswahl ist die Rede, sodass das System im Prinzip „dazulernt“.

Neue Städte kommen im nächsten Jahr hinzu

Dass „HelloFreshGo“ gut angenommen wird, steht wohl außer Frage. Knackpunkt wird am Ende der logistische Aufwand und die damit verbundenen Kosten sein: HelloFresh wird mit Sicherheit darauf Acht geben, dass die Gerichte stets frisch und vor allem auch nicht komplett vergriffen sind. Das beides in Kombination für alle Automaten zu realisieren, ist alles andere als leicht. Angeblich kostet den Unternehmen eine Nutzung etwa 150 Euro pro Monat – ein Preis, der auf dem ersten Blick äußerst niedrig erscheint. Augenscheinlich will HelloFresh die meisten Einnahmen durch den Verkauf der Gerichte generieren, doch diese sind ebenfalls zu humanen Preisen zu haben. Deswegen werden wohl die Mengen letztendlich entscheidend sein.

Dass HelloFresh große Stücke auf sein neues Angebot setzt, beweist die Ankündigung, im kommenden Jahr auch in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Köln smarte Automaten aufstellen zu wollen. Der Test, der seit Anfang Oktober in Berlin läuft, wird somit ab 2018 erheblich ausgeweitet. Sollte sich der logistische Aufwand in machbaren Grenzen halten, dürfte einem flächendeckenden Deutschlandstart (erfreulicherweise) nichts im Weg stehen.

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Kommentare  

#1 Ferdinand Schneider 2018-06-18 11:36
Sehr schön, dass es jetzt auch schlaue Snackautomaten gibt. Ich mag leckeres Essen und ich mag es, wenn ich die Gelegenheit dazu habe etwas zu kaufen. Sehr praktisch, dass der Automat selber Sachen nachbestellt.
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