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Top-Themen: Kontensperrungen bei Amazon | Neuwaren-Vernichtung: Deutsche Umwelthilfe fordert Ende | Abmahnungsstopp-Initiative gescheitert | Outfittery-Mitgründerin geht | Jürgen Gerdes verlässt DPDHL

Veröffentlicht: 14.06.2018 | Autor: Julia Ptock | Letzte Aktualisierung: 14.06.2018

Was heute wichtig war: Amatzon sperrt Hunderte China-Händler und die Deutsche Umwelthilfe fordert von der Politik Maßnahmen gegen die Vernichtung von retournierter Ware. Außerdem mit dabei: Outfittery, die politische Initiative zum Abmahnungsstopp und die Deutsche Post DHL.

Tastatur bei Sonnenuntergang

(Bildquelle Abend-News: Anna Demjanenko via Shutterstock) 

Amazon sperrt Konten von China-Händlern

Amazon soll auf dem Marktplatz Hunderte Konten von chinesischen Online-Händlern gesperrt haben. Diese sollen in Verdacht stehen, bei der hiesigen Umsatzsteuer betrogen bzw. dieser gar nicht erst gezahlt zu haben. Die Schließung der entsprechenden Konten sei unter Zutun des Finanzamtes Berlin-Neukölln geschehen, bei dem sich alle chinesischen Händler registrieren müssen, die ihre Waren auf dem deutschen Markt und somit auch auf dem Amazon Marketplace verkaufen wollen. Die Waren der Händler sollen zunächst in Quarantäne gekommen sein, wodurch die Anbieter keinerlei Zugriff mehr auf ihre Waren haben, die in den Logistik- und Verteilzentren von Amazon lagern.

Deutsche Umwelthilfe positioniert sich zur Vernichtung von Neuware im Online-Handel

Die Deutsche Umwelthilfe hat sich aufgrund der massenhaften Vernichtung von Neuwaren in den Zentren von Amazon und bei anderen Händlern zu Wort gemeldet und fordert von der Politik Maßnahmen, dies zu beenden. „Die massenhafte Vernichtung von Elektrogeräten, Möbeln oder Textilien zeigt uns, wie weit sich Deutschland vom gefühlten Umwelt- und Klimaschutz-Vorreiter-Image tatsächlich entfernt hat. Unter den Augen der für den Gesetzesvollzug zuständigen Behörden werden völlig unnötig Ressourcen verschwendet und das Klima belastet“, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Initiative zum Abmahnungsstopp vorerst gescheitert

Vor wenigen Tagen sorgte eine geplante politische Initiative für Wirbel, die teure DSGVO-Abmahnungen verhindern sollte. Doch diese scheint nun gescheitert zu sein. Grund für das Scheitern sind wohl die unvereinbaren Positionen der Regierungsparteien. Während CDU/CSU eine schnelle „Soforthilfe“ für Unternehmen ins Auge gefasst hatten, will man bei der SPD auf eine tief greifende Lösung setzen.

Outfittery-Mitgründerin Anna Alex geht

Die Outfittery-Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin Anna Alex verlässt das Unternehmen, behält allerdings ihre Anteile und ihre Rolle im Beirat. „Ich sehe meine Stärke vor allem darin, neue Geschäftsideen zu entwickeln und daraus Unternehmen zu bauen. Das ist es, was mir am meisten Spaß macht“, kommentiert sie ihren Ausstieg. Die Führung des Personal Shopping Anbieters wird künftig die verbliebene Gründerin Julia Bösch als alleinige CEO übernehmen.

Jürgen Gerdes verlässt Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post DHL Group hat das Ausscheiden des ehemaligen Post - eCommerce – Parcel Chefs Jürgen Gerdes offiziell bestätigt. Zwar verlässt Gerdes den Konzern erst zum 30. Juni, doch sein Vorstandsmandat als Vorstand Corporate Incubations legt er mit sofortiger Wirkung nieder. Grund für das Ausscheiden seien „unterschiedliche Auffassungen über die strategische Schwerpunktsetzung des Unternehmens“. Weitere Nachrichten aus der Logistik hält der LogistikWatchblog bereit.

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